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Medias In Res Lösungen
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Ü I.
Adjektiva: acerrimis (den heftigsten), altius (das hohere), celeribus (den schnellen), dulciora (die sulierenj, facile (das leichte), fortius (das tapferere), grave (das schwere), humaniores (die menschlicheren), Iaetissimam (die frohste), notissimum (das bekannteste), pauperiori (dem/der armeren), peius (das schlechtere), sanos (die gesunden)
Adverbia: altius (hdher), cupide (gierig), diligenter (sorg-faltig), feliciter (glucklich), facile (leicht), fortius (tapferer), peius (schlechter), pulchre (schdn), simillime (am ahn-lichsten)
Ü II.
1. accusamus , accusabimus, accusabamus, accusavi-mus, accusaveramus, accusaverimus
2. scis, scies, sciebas, scivisti, sciveras, sciveris
3. sunt, erunt, erant, fuerunt, fuerant, fuerint
4. hortatur, hortabitur, hortabatur, hortatus est, hortatus erat, hortatus erit
Ü III.
1. nuntiare, nuntiari, nuntiavisse, nuntiatum esse; nuntia!, nuntiate!; nuntians, nuntiatum
2. scribere, scribi, scripsisse, scriptum esse; scribe!, scribete!; scribens, scriptum
3. tollere, toiti, sustulisse, subiatum esse; tolle!, tollite!; tollens, subiatum
4. pati, passum esse; paterel, patimini!; patiens, fv:5 passum
Ü IV.
Deponentia: hortamini (ihr fordert auf), sequi (folgen), Iocuti sunt (sie sprachen), queruntur (sie klagen), passa erat (sie hatte erduldet), sequor (ich folge), Ioquere (sprich!)
Passiv: superamini (ihr werdet ubertroffen), traditur (es wird uberliefert), ornatum (geschmuckt), referetur (es wird berichtet werden), dubitatur (es wird gezweifelt), rogari (gebeten werden), metuebamur (wir wurden gefurchtet), quaeruntur (sie werden gesucht), divisum est (es wurde geteilt), ducor (ich werde gefuhrt), iuvaris (du wirst unterstutzt)
1. timebatur - Weil Nero viele Menschen grausam tdten Iassen hatte, wurde er von den meisten rdmischen Burgern sehr gefurchtet. 2. questus est - Orpheus, der seine geliebte Gattin verloren hatte, klagte mit vielen Tranen uber sein Schicksai 3. quaerebatur - Europa, die von Jupiter geraubt worden war, wurde von ihren Brudern Iange gesucht. 4. patiuntur - Die rdmischen Soldaten, die vom Heer der Feinde umzingelt worden sind, ertragen kaum den Durst. 5. Iocutus est, vereri - Nachdem er die Furcht der Soldaten bemerkt hatte, sprach der Feldherr: ,,Furchtet die Truppen der Feinde nichtl”
Ü VI.
1. missus/-a sum 2. amatur 3. invitabitur 4. includeban-tur 5. Iaudatus/-a erat 6. ducimur
Ü VII.

Lösung:

Ü VIII.
1. (magistrum … ferentem) Die Schuler erblicken mit grower Freude den Lehrer, der neue Lateinbucher bringt.
2. (Iibros … scriptos) Denn nichts ist schdner als Bucher zu lesen, die in Iateinischer Sprache geschrieben worden
sind. 3. (Iibros … acceptos) Aber die Biicher, die sie vor einigen Tagen vom Lehrer erhalteri hatten, haben sie schon gelesen. 4. (discipulos … amantibus) Denn es gefiel den Schulern, die die Iateinische Sprache sehr Iieb-ten (lieben), diese Bucher nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause zu lesen.
IX.
1.b. Nachdem er Christus gesehen hatte, beschloss Petrus, der Gott dankte, in die Stadt zuruckzukehren. 2.i. Nachdem Kassandras Worte missachtet worden sind, wird das Pferd in die Stadt gezogen. 3.e. Naehdem er das Orakel befragt hatte, furchtete sich Maxentius, dureh Angst vor dem Tod bewegt, Rom zu verlassen. 4.c. Als die Soldaten den Durst kaum erfrugen, soil plotzlich ein Wunder gesehehen sein. 5. a. Weil sich Aehill von der SehIaeht fernhalt, kdnnen die Grieehen die Feinde nicht besiegen. 6.h. Nachdem die Stadt durch einen Brand verwustet worden war, Iieli der Kaiser die Christen ergrei-fen und bestrafen. 7.g. Nachdem Troja besetzt worden ist, wird Odysseus zehn Jahre von der Heimat ferngehalten.
8.d. Nachdem er viele Sklaven versammelt hatte, zogerte Spartakus nicht mit den rdmischen Truppen zu kampfen.
9.f. Als die Romer sehliefen, begannen die Gallier das Kapitol zu besteigen.
Ü X.
1. (filium … sequi) Dadalus, der mit Ikarus uber den Himmel fluchtete, bemerkte, dass der Sohn ihm nicht mehr folgte. 2. (Helenam … raptam et … ductam esse; Quam rem … fuisse) Wir Iasen (lesen), dass Helena, die schdnste Frau, geraubt und nach Troja gefuhrt worden war (ist). Es steht fest, dass diese Saehe der Grund eines grassliehen Krieges gewesen ist. 3. (Christianos … liberates esse) Mark Aurel wurde gemeldet, dass die Christen, die zu ihrem Gott beteten, oft aus den grdliten Gefahren befreit worden waren. 4. (exercitum … vinci) UVe// Maxentius bemerkt hatte, dass sein Heer von den Truppen Konstantins besiegt wurde, ergriff er die Flucht (vertraute er sich der Flucht an). 5. (virum pauperem … adiuvari) Martin, der sah, dass der arme Mann von den iibrigen Menschen nicht unterstiitzt wurde, teilte seine Kleidung mit dem Schwert.
Ü XI.
7. des Konsuls, du befragst 2. die Gesetze, du wirst lesen 3. wodureh, wohin 4. dadurch, dorthin, ich gehe 5. die Kraft, du willst
Ü XII.
Magister, qui nonnullos discipulos pensa iterum non fecisse animadvertit, eos verbis acerrimjs monet. Magistro Ioevto quidam discipuli interrogare audent: ,,Scripsistine ipse semper pensa tua?” Magister respondet: ,,Nonne scitis me discipulum optimum fuisse? Numquam sine pensis diligentissime scriptis in scholam veni. Nam pensa facere mihi magno gaudio erat. Itaque saepe pfura ac difficiliora pensa a magistris postulabam. Iam puer enim intellexeram nos non scho-lae, sed vitae discere. Itaque pensjs factis saepe totam noctem Iibros lingua Latina aut Graeca scriptos Iege-bam. Aestate quoque amicis itinera facientibus magno studio discere solebam. Ita semper a magistris Iaudabar
et omnibus discipulis exemplo eram.” Quibus verbis auditjs Quintus intellegit magistro iam puero mentem sanam non fuisse.
Der Lehrer, der bemerkt, dass einige Schuler ihre Aufgaben wieder nicht gemacht haben, ermahnt diese mit sehr heftigen Worten. Nachdem der Lehrer gesprochen hat, wagen es einige Schuler zu fragen: „ Haben Sie selbst immer Ihre Aufgaben geschrieben?” – Der Lehrer antwor-tet: „ Wisst ihr nicht, dass ich der beste Schuler gewesen bin? Niemals kam ich ohne sehr sorgfaltig geschriebene Aufgaben in die Schule. Denn Aufgaben zu machen berei-tete mir grolie Freude. Daher verlangte ich von den Lehrern oft mehr und schwierigere Hausubungen. Denn schon als Bub hatte ich erkannt, dass wir nicht fur die Schule, sondern fur das Leben lernen. Daher las ich, nach-dem ich die Aufgaben gemacht hatte, oft die ganze Nacht Bucher, die in Iateinischer oder griechischer Sprache geschrieben waren. Auch im Sommer, wahrend die Freunde Reisen machten, pfIegte ich mit groliem Eifer zu lernen. So wurde ich von den Lehrern immer gelobt und war fur alle Schuler ein Vorbild.” – Als er diese Worte gehdrt hat, erkennt Quintus, dass der Lehrer schon als Bub keinen gesunden Verstand gehabt hat.

.


Ü I.
1. orabit, orabat, oravit, oraverat 2. pones, ponebas, posuisti, posueras 3. sciam, sciebam, scivi, siveram
4. aderimus, aderamus, adfuimus, adfueramus
5. voles, volebas, voluisti, volueras
Ü II.
1. augere, auxisse, auctum esse 2. tollere, sustulisse, sublatum esse 3. punire, punivisse, punitum esse
4. rapere, rapuisse, raptum esse 5. dare, dedisse, datum esse
Ü III.
1. sumptum est 2. vidi 3. recepti erant 4. terruisti
5. servati/-ae sumus 6. docuerat 7. quaesitus/-a erat 8. vicistis 9. latum esse 10. cecidisse
Ü IV.
7./i. der versprochenen Freiheit 2.g. die erkannte Sache 3.f. die missachtete Schdnheit 4.c. die verbrauchte Zeit
5.d. den (durch die) angeziindeten Hauser(n)
6. a. des getdteten Bruders 7.i. dem erhofften Heer
8.b. der erblickten Tiere 9.e. der eingeladene Dichter
Ü V.
1. Apollo virgini amatae donum maximum promisit. -Apollo versprach dem geliebten Madchen ein sehr grolies Geschenk. 2. Ilia, postquam rem promissam accepit, deum celeriter reliquit. - Nachdem jene die versprochene Sache erhalten hatte, verliefi sie den Gott schnell. 3. ,,Donum sine usu sperato erit”, deus iratus dixit. -„ Das Geschenk wird ohne den erhofften Nutzen sein “, sagte der Gott erzurnt. 4. Dum Paris mulierem raptam domum ducit, Cassandra Troianos iterum ac iterum de periculo monuit. - Wahrend Paris die geraubte Frau nach Hause fuhrte, warnte Kassandra die Trojaner wieder und wieder vor der Gefahr. 5. At homines ab ea moniti eius verbis credere noluerunt. - Aber die von ihr (dieser) gewarnten Menschen wollten deren (ihren) Worten nicht glauben.
Ü VI.

Lösung:

Ü VII.
7. (discipulos … narrare) Der Lehrer befiehlt, dass die Schüler ihm uber ihre Ferien erzahlen. (Der Lehrer Iasst die Schuler…) 2. (se … convenisse) Ouintus erzahlt, dass er in den Ferien mit einigen sehr schdnen Madchen zusammengekommen ist. 3. (se … voluisse … prohibitum esse) Gaius sagt, dass er vieI Iernen wollte, aber immer von den Freunden abgehalten wurde.
4. (se … navigavisse) Claudia sagt, dass sie mit hochster Freude zu den griechischen Inseln gesegelt ist.
5. (se … fecisse) Julia erzahlt nicht, dass sie heimlich mit ihrem neuen Freund eine Reise ans Meer gemacht hat.
6. (se … exspectavisse) Aber niemand von den Sehulern sagt dem Lehrer, dass er die Sehule und die Lehrer sehon mit grofier Freude erwartet hat.
7. (Plurimos discipulos … putare) Es steht fest, dass die meisten Sehuler die Ferien fur die sehonste Zeit halten.
Ü V III.
1. Daedalus filium suum mortuum esse videt. - Dadalus sieht, dass sein Sohn tot ist. 2. Theseus Minotaurum Iiberos interficere audit. - Theseus hort, dass der Minotaurus Kinder totet. 3. Cleopatram se ipsam neca-visse constat. - Es steht fest, dass Kleopatra sieh selbst getotet hat. 4. Troiani Graecos domum navigare putant.
- Die Trojaner glauben, dass die Grieehen naeh Hause segeln. 5. Gallos a Caesaris copiis victos esse legimus.
- Wir Iesen (lasen), dass die Gallier von Casars Truppen besiegt worden sind (waren). 6. Orpheus se uxorem iterum amisisse intellegit. - Orpheus erkennt, dass er die Gattin wieder verloren hat.
Ü IX.
1. clarus, clarior, clarissimus; clare, clarius, clarissime
2. acer, acrior, acerrimus; acriter, acrius, acerrime
3. facilis, facilior, facillimus; facile, facilius, facillime
4. malus, peior, pessimus; male, peius, pessime
Ü X.
Scimus apud Troiam acerrime pugnatum esse. Graeci, quamquam iis vires magnae erant, tamen oppidum frustra oppugnabant. Achilles enim, fortissimus omnium Graecorum, iratus proeliis abstinebat. Postquam autem de morte Patrocli1 amici optimi. audivit, iram magnam deposuit. Nova arma maqnifica accepit et celerrime in pugnam contendit. Proelium omnibus prioribus proeliis atrocius coepit. Quo in proelio Achilles multos Troianos fortes occidit.
Wir wissen, dass bei Troja sehr heftig gekampft worden ist. Obwohl die Griechen grolie Krafte hatten, belagerten sie dennoeh die Stadt vergeblich. Denn Achill, der tapfers-te alter Grieehen, hielt sich zornig von den Sehlaehten fern. Naehdem er aber vom Tod des Patroklos, seines besten Freundes, gehdrt hatte, Iegte er den gro/ien Zorn ab. Er erhielt neue, grofiartige Waffen und eilte sehnellstens in den Kampf. Es begann eine Sehlaeht, grasslieher als alle fruheren Schlaehten. In dieser Sehlaeht tdtete Achill viele tapfere Trojaner.
Ü XI.
1. du gibst zuruek – du kehrst zuruek 2. dennoeh – endlieh 3. die Lander – du ersehreekst 4. der hoehste – wir sind
5. der Hand – ich blieb 6. ungefahr – tragen 7. ich gehe zu Grunde – inzwischen S. der Krafte – den Mann 9. ich habe
- ich bewohne 10. die Kinder- die Bucher
Ü XII.
Penelopa, uxor Ulixis, multos annos maritum amatum exspectare debuit. Saepe, cum de mortibus quorundam virorum fortium audiverat, metu magno affecta est. Sperabat deos Ulixem adiuvare. Post decern annos magno cum gaudio a nuntiis audivit Troiam tandem expugnatam esse. Iidem dixerunt Ulixem cum ceteris Graecis navem ascendisse et illam terram alienam reliquisse. Penelopa valde gaudebat, sed tamen Ulixes non redijt. Itaque nuntios ad alios reges Graecos1 qui interea domum redierant. misit. Nemo autem Ulixem post illud bellum atrox viderat. Plurimi homines Ulixem interfectum esse putabant. Itaque multi viri apud Penelopam convenerunt. qui hanc feminam pulchram et divitem in matrimonium ducere volebant. At fides illius mulieris maxima erat. Nemo ei persuadere potuit Ulixem mortuum esse.
Penelope, Odysseus’ Gattin, musste ihren geliebten Ehemann viele Jahre erwarten. Oft, wenn sie uber den Tod einiger tapferer Manner gehort hatte, wurde sie mit grofier Angst versehen (= befiel sie grolie Angst). Sie hoffte, dass die Gotter Odysseus helfen. Naeh zehn Jahren hdrte sie mit grofier Freude von Boten, dass Troja endlieh erobert worden war. Dieselben sagten, dass Odysseus mit den ubrigen Grieehen ein Schiff bestiegen und jenes fremde Land verlassen hatte. Penelope freute sich sehr, aber dennoeh kehrte Odysseus nicht zuruek. Daher schickte sie Boten zu den anderen griechischen Konigen, die inzwischen nach Hause zurOekgekehrt waren. Aber niemand hatte Odysseus nach jenem grasslichen Krieg gesehen.
Die meisten Menschen glaubten, dass Odysseus getotet worden war. Daher kamen viele Manner bei Penelope zusammen, die diese schone und reiche Frau heiraten wollten. Aber die Treue jener Frau war sehr groli. Niemand konnte sie Oberzeugen, dass Odysseus gestorben war.


Ü I.
Zeiten
Das lmperfekt erkennt man an der Silbe -ba- vor der Endung.
Die Endungen des Perfekts lauten: i, isti. it, imus. istis. erunt; das Plusquamperfekt besteht aus Perfektstamm und den Endungen eram. eras etc.
,,qui, quae, quod”
bedeutet als Fragepronomen: welcher.-e.-es: als Relativpronomen: der. die, das, und als relativer Anschluss: dieser.-e.-es
Steigerung
Den Komparativ erkennt man der Silbe -ior- nach dem Stamm bzw. der Endung -ius- im 1. und 4. Fall Neutrum Sg. Der Superlativ hat meist die Endung -issimus 3. gelegentlich aber auch -errimus 3 oder illimus 3.
Kasuslehre
Der Genetiv der Eigenschaft und der Teilungsgenetiv werden mit von ubersetzt. Beim Genetivus obiectivus ist jeweils eine passende Praposition zu suchen. Der Zweckdativ wird mit zu ubersetzt. Der Mittelsablativ wird mit mit oder durch wiedergege-ben, der Ablativ der Eigenschaft und der Trennungs-ablativ mit von. Der Vergleichsablativ (steht beim Komparativ) wird mit a[s ubersetzt, der Zeitablativ steht auf die Frage wann?
Ü II.
1. amiserat - Weil Orpheus die Gattin verloren hatte, weirite er Iange.
2. gerebat – IA/as kdnnt ihr mir uber Casar erzahlen, der sieben Jahre in Gallien Krieg gefuhrt hat?
3. vicerat - Hannibal, der die Rdmer in einigen Schlachten besiegt hatte, musste seine Truppen schliefSlieh in die Heimat fuhren.
4. Iegunt - Casar schrieb einige Bucher uber seine Kriege, die auch in unseren Zeiten die Schuler lesen.
5. commisit - Weil Tantalus eine sehr schreckliche Untat begangen hat, muss er immer Hunger und Durst ertragen.
Ü III.
1.i. mit schnellerer Hand 2.c. ein schlechteres Urteil 3.g. ein bdser Burger 4.b. des neuen Gesetzes 5.f. den ehrenvollen Senatoren 6.h. dem tapfereren Heer 7.e. der grasslichen Sachen 8. a. den klugen Mann 9.d. einen kurzen Brief
Ü IV.
” Caesar, UJe imperator clarissimus, priusquam bellum in Gallia gessit, a senatu Hispaniam provinciam acceperat. Dum iter per montes in earn provinciam tacit, cum non-nullis sociis ad vicurrr quendam minimum venit, ubi pauci homines vivebant. Unus e sociis, cuj Caesaris cupiditas potestatis ignota non erat, risit dixitque: ,,Vide, Caesar, istas domus miserrimas! Incolis illius vici potes-tas honoresque certe curae non sunt.” Cui Caesar haec respondit: ,,Malo2 eo in vico primus esse, quam Romae secundus.”
Bevor Casar, jener sehr beruhmte Feldherr, in Gallien Krieg fuhrte, hatte er vom Senat die Provinz Spanien erhalten. Wahrend er durch die Berge in diese Provinz reiste, kam er mit einigen Gefahrten zu einem sehr kleinen Dorf, wo weni-ge Menschen lebten. Einer von den Gefahrten, dem Casars Gier nach Macht nicht unbekannt war, Iachte und sagte: ,,Sieh, Casar, diese sehr armen Menschenl Die Einwohner jenes Dorfes sorgen sich sicher nicht urn Macht und Ehrenamter.” Diesem antwortete Casar dies: Jch will Iieber in diesem Dorf der Erste sein, als in Rom der Zweite.”
Ü V.
1. (mit) einem angenehmen Geschenk – dono gratiori/-e, gratissimo
2. mit heftigen Worten - verbis acrioribus, acerrimis
3. kleine Stadte - oppida minora, minima
4. der grolien Flotte - classis maioris, maximae
Ü VI.
Wem von den Schulern gefallen die Lateinstunden nicht sehr? Niemand von uns Iiebt die Lateinstunden nicht. Nichts kann uns von den Lateinstunden abhalten. Denn die Lateinstunden, die schdner sind als alle ubrigen Stunden, bereiten uns immer grofie Freude. Unser Lehrer, ein sehr kluger Mann, erfreut uns immer mit schdnen Iateinischen Buchem. Auch am Nachmittag und in der Nacht, wenn wir Freizeit haben, lesen wir gerne Iateini-sche Buchei:
Ü VII.
Welcher Redner war ber Ohmter a Is Cicero? Wahrend dle-ser Konsul war, rettete er den Staat, der in hdchster Gefahr war. Denn er zwang Catilina, der beschlossen hatte die Konsuln zu tdten, Rom zu verlassen. Im Senat, den er selbst zusammengerufen hatte, hielt er diese Rede: „ Welches Verbrechen hast du nicht begangen, Catilina? Alles, was du gemacht hast, haben wir gesehen. Wie schlecht sind deine Untaten I Auch die BeschIOsse, die du mit deinen sehr schlechten Gefahrten gefasst hast, sind uns nicht unbekannt. Befreie den Staat, den du mit deinen Verbrechen schon Iange erschrecktest, von grofier Furchtl” So ging Catilina freiwillig aus Rom weg und zog sich zu seinen Truppen zuruck, die er vor der Stadt vorbe-reitet hatte.
Ü VIII.
1. Verres, qui multa artificia pulcherrima e Sicilia provin-cia abstulerat, oratione Ciceronis adductus Roma fugere constituit. - Verres, der viele sehr schdne Kunstwerke aus der Provinz Sizilien weggetragen hatte, beschloss, durch eine Rede Ciceros veranlasst, aus Rom zu fliehen.
2. Iuppiter, quod Tantalo prudentior erat, facinus atrocis-simum intellexit. - Weil Juppiter kluger als Tantalus war, erkannte er das sehr grausame Verbrechen.
3. Cives Romani, qui Hannibalem maxime timebant. magno cum metu – clamaverunt: ,,Hannibal ante por-tas!” - Die rdmischen Burger, die Hannibal sehr fOrchte-ten, riefen mit grofier Furcht: ,,Hannibal vor den Toren!”
4. Romani. quod iis uxores non erant, feminas rapere constituerunt. - Weil die Rdmer keine Ehefrauen hatten, beschlossen sie Frauen zu rauben.
5. Caesar, qui paucis annis omnes fere civitates Gallorum vicerat, Iegiones suas Romam duxit. - Casar, der in wenigen Jahren fast alle Stamme der Gallier besiegt hatte, fuhrte seine Legionen nach Rom.
6. Orpheus, cuius carmina pulcherrima erant, uxorem in Tartaro quaerebat. - Orpheus, dessen Liedersehr schon waren, suchte seine Gattin im Tartarus.
Ü IX.
1. insula 2. brevis 3. committo 4. manus, ago 5. clamo 6. caput


Lösung: So hieß die spanische Stadt Saragossa


Ü I.
1 .h. ein gewisses Tier 2.d. dasselbe Haus 3.i. jener Gefahr

4.f. durch diese Sache 5.j. den Eltern selbst 6.a. durch welche

Furcht? 7.e. jenem jungen Mann 8.b. diese Madchen 9.c. diese

Tage 10.g. derselben Lieder
Ü II.
1. Quidam homines semper eadem oppida

petunt, quae iam saepe spectaverunt. - Einige

Menschen suchen immer dieselben Stadte auf, die sie schon oft angeschaut haben.
2. Gaius eodem die multos amicos

invitavit, quo parert-tes urbem reliquerunt. -

Gaius Iud am selben Tag viele Freunde ein, an dem die Eltern die Stadt verliefien.
3. Quintus pulchritudinem Iuliae iisdem verbis laudat, quibus Claudiam Iaudare solet. - Quintus Iobt Julias Schdnheit mit denselben Worten, mit denen er Claudia zu Ioben pflegt.
4. Liberi iam multas horas idem carmen canunt, quod magister eos docuit. - Die Kinder singen schon viele Stunden dasselbe Lied, das der Lehrer sie gelehrt hat.
5. Ibi venit eadem puella, quam iam in

foro vidimus. -Dort kommt dasselbe

Madchen1 das wir schon am Forum gesehen haben.
6. Amici eadem nave domum navigant, qua venerunt. -Die Freunde segeln mit demselben Schiff nach Hause, mit dem sie

gekommen sind.
Ü III.
Habt ihr schon.von der Untat gehort, die Tantalus

begangen hat? 2. Welche Untat hat jener Freund der Gdtter begangen? 3. Tantalus beging jene Untat, weil er
vorhatte die Klugheit der Gdtter auf die Probe zu
stellen. 4. Wie bose diese Untat war! 5. Welche Strafe muss Tantalus bufien? 6. Weil Tantalus eine so bose Untat beging, war die Strafe,
die die Gdtter ihm gaben, groli.
Ü IV.
1. quaerebat – quaesivit 2. neglegebatis – neglexistis 3. dabam – dedi

4. stabas – stetisti 5. reddebamus -reddidimus 6. erant – fuerunt
Ü V.
1. sitis (Substantiv) 2. inveni (VerbaIform) 3. movimus (Perfekt) 4.

rfegi (Substantiv) 5. vidit (Perfekt) 6. vires (,,Krafte”, keine Form von vir)
Ü VI.
Auch Herkules sucht die Unterwelt auf Nicht nur
Orpheus, sondern auch Herkules war es erlaubt, vor dem Tod die Unterwelt zu betreten. Denn jener sehr tapfere Mann musste zwolf Arbeiten
ausfuhren, die ihm Konig Eurystheus befahl. Nachdem Herkules schon einige sehr grolie Tier getotet hatte, befahl ihm Eurystheus auch
das: ,,Steige in die Unterwelt hinab und bnnge den Hund Cerberus herbeil” Jener Hund, der drei Kopfe hat, bewacht am Tor der
Unterwelt die Toten. So kann nie-mand die Unterwelt verlassen.
Herkules, der nicht emmal diese Gefahr furchtete,
gehorch-te und suchte die Unterwelt auf. Dort bat er Pluto: „ Gib mir den Cerberus! Ich muss diesen zu Eurystheus tragen.” Dieser
antwortete: ,,Ich kann dir den Cerberus nicht geben. Wenn du jenen aber ohne Waffen besiegen kannst, ist es dir erlaubt, den Cerberus
mit dir zu fuhren.” Und nachdem Herkules Iange mit hochster Kraft mit jenem Hund gekampft hatte, besiegte er ihn mit den Handen und
trug ihn zu Eurystheus. Weil dieser aber den Cerberus sehr furchtete, gab Herkules jenen wenig spater Pluto zuruck.
Ü VII.
Iulia Claudiae salutem dicit.
Certe gaudes, quod tibi nunc cum parentibus in insulis Graecis esse

licet. Cuj nostrum iter in Graeciam facere non placet? Quem ad mare Iudere et templa clara spec-tare

non delectat? Quas insulas visistis? Quae insula tibi maxime placuit? In qua insula nunc estis? Quid ibi faci-tis? Quos montes ascenditis? Quae oppida spectatis? Quis vobis aedificia clara monstrat? Suntne ibi adules-centes pulchri? Quoeum nocte ambulare soles? Certe non solum cum parentibus!

Te iam exspecto! Certe multum narrare potes.
Julia sagt Claudia einen Grufl.
Sicher freust du dich, weil es dir erlaubt ist, jetzt
mit den Eltern auf den griechischen Inseln zu sein. Wem von uns gefallt es nicht, eine Reise nach Griechenland zu machen? Wen erfreut es
nicht am Meer zu spielen und beruhmte Tempel anzuschauen? Welche Inseln habt ihr besichtigt? Welche Insel hat dir am meisten gefalien?
Auf welcher Insel seid ihr nun? Was macht ihr dort? Welche Berge besteigt ihr? Welche Stadte schaut ihr an? Wer zeigt euch die beruhmten
Gebaude? Gibt es dort schdne junge Manner? Mit wem gehst du in der Nacht spazieren? Sicher nicht nur mit den EItem! Ich erwarte dich
schon! Sicher kannst du viel erzahlen.
Ü VIII.
1. Wer von den Freunden befreit mich von dieser Sorge

?
2. Nicht einmal mit grolien Strafen kann der
Lehrer jene Buben von Untaten abhalten. 3. Der Lehrer erfreut uns immer mit Aufgaben von dieser Art (mit derartigen Aufgaben). 4.
Niemand von den jungen Mannern Iiebt Julia, ein Madchen sowohl von grofier Schdnheit als auch von hdchster Klugheit, nicht. 5. Wem von
euch gefallt es, an diesem schonen Tag in der Schule zu sein ? 6. Jenen Mann, der eine Gattin von hochster Ehre hat, haben wir schon oft
mit gewissen Madchen gesehen.
Ü IX.
1. Strafsumme 2. Tagegelder, Emahrungsvorschriften
3. Zuhorerschaft 4. Zuruf


Ü I.
1.b„ I.e., 3.a., 4.f„ 5.d„ 6.g„ 7. c„ 8. h.
Ü II.
1. Manlius, vir magna virtute. Gallos Capitolio prohibere potest. - Manlius, ein Mann von grofier Tapferkeit, kann die Gallier vom Kapitol abhalten.
2. Quod Romani multos milites occidunt, hostes cum timore maqno fugiunt. - Weil die Romer viele Soldaten tdten, fluchten die Feinde mit grofier Furcht.
3. Dum foro appropinquamus, clamorem multarum vocum audimus. - Wahrend wir uns dem Forum nahern, hdren wir das Geschrei vieler Stimmen.
4. Copiae hostium nocte castra expugnant et imperato-rem nostrum occidunt. - Die Truppen der Feinde erobern in der Nacht das Lager und tdten unseren Feldherrn.
5. Neque imperatori neque ceteris militibus in castris manere placet. - Weder dem Feldherrn noch den ubrigen Soldaten gefallt es, im Lager zu bleiben.
6. Scipio quoque virtutem hostis sui laudat. - Auch Scipio Iobt die Tapferkeit seines Feindes.
7. Magnae parti discipulorum otium placet. - Einem groflen Teil der Schuler gefallt die Freizeit.
Ü III.
Quintus Alexandrum, amicum Graecum, interroaat: ,,Placetne tibi mecum in circum venire?” Alexander autem respondet: ,,Amicus equorum non sum.” Quintus nunc dicit: ,,Multi homines, quamquam equos non amant. tamen in circo sunt. Nam ibi non solum equos, sed etiam multas puellas pulchras spectare potes.” Ita Alexander paulo post ad Lydiam dicit: ,,Hora decima Quintus mihi circum monstrare in animo habet.” – ,,Bene!”, Lydia inquit. ,,Ego quoque Iibenter tecum venio, Quinte!” – ,,Pulchrum ibi non est”, Alexander clamat, ,,mane domil Clamor multorum hominum tibi certe non placet.” – ,,Si ibi pulchrum non est, cur vos in circum contenditis?”. Lydia interrogat. ,,Vobiscum venire certe necesse est!” Ita Alexander, quod amicam circo prohibere non potest, cum Quinto et Lydia in circum properat.
Quintus fragt Alexander, seinen griechischen Freund: ,,Gefallt es dir, mit mir in den Zirkus zu kommen?” Alexander aber antwortet: ,,Ich bin kein Freund von Pferden.” Quintus sagt nun: „ Viele Menschen sind den-noch im Zirkus, obwohl sie Pferde nicht lieben. Denn dort kannst du nicht nur Pferde, sondern auch viele schone Madchen ansehauen.” So sagt Alexander wenig spater zu Lydia: „ Quintus hat vor, mir in der zehnten Stunde den Zirkus zu zeigen.” – ,,Gut!”, sagt Lydia. ,,Auch ich komme gerne mit dir, Quintus!” – ,,Es ist dort nicht schon”, ruft Alexander, ,,bleibe zu Hausel Das Geschrei vieler Menschen gefallt dir sicher nicht.” – „ Wenn es dort nicht schon ist, warum eilt ihr in den Zirkus?”, fragt Lydia. ,,Es ist sicher notwendig mit euch zu kommen!” So eilt Alexander, weil er die Freundin nicht vom Zirkus abhalten kann, mit Quintus und Lydia in den Zirkus.
Ü IV.
Ober Karthago
Der Kdnig von Tyrus hat zwei Kinder, Dido und Pygmalion. Nach dem Tod des Kdnigs macht das Volk Pygmalion zum Konig. Sychaus, ein Mann von hdchster Ehre, heiratet Dido. Aber wenig spater totet Pygmalion Sychaus, der eine grofie Menge Goldes hat. Daher ist Dido jetzt in grower Furcht und fluchtet mit vielen anderen Menschen aus der Heimat nach Afrika zu einem andern Konig, wo sie vor-hat eine neue Stadt zu erbauen.
Aber der Konig hdrt vom Plan der fremden Menschen und schenkt Dido kein Land. Daher sagt Dido, eine sehr kluge Frau, zum Konig: „ Schenkst du uns Land, das mit einer Rinderhaut bedeckt werden kann?” Der Konig antwortet: ,,Ein so kleines Land schenke ich euch gerne!” Aber dann schneidet Dido die Rinderhaut in dunne Telle. Weil so die Rinderhaut einen grollen Teil des Landes einschlielit, kann Dido mit Hilfe der ubrigen Menschen Karthago, eine grofi-artige Stadt, erbauen.
Ü V.

C I C E R Q
Lösungswort:
Ü VI.
1. Mars 2. Scipio 3. septem 4. Romulus
Ü VII.
1. mare 2. honor 3. tres 4. novus 5. arma 6. pars
Ü VIII.
De Romulo
Amulius Romulum et Remum, filios Rheae Silviae, in flumine exponit. Sed pastores Iiberos vident et secum domum portant. Ita pueri diu apud pastores habitant. Multis annis post Romulus Remusque pastores relin-quunt. Arma capiunt et Amulium occidunt. Deinde oppi-dum novum aedificare in animo habent. Dum autem Romulus vallum oppidj novj aedificat, Remus venit et de vallo parvo ridet. Itaque Romulus iratus Remum gladio necat.
Quod in oppido novo feminae non sunt, Romulus consilium capit: Sabinos in oppidum suum invitat. Dum autem spectacula pulchra exspectant, Romani filias Sabinorum rapiunt Ita Romulus Romanis feminas parat. Sabini autem irati in patriam contendunt et filias armis Iiberare constituunt. Itaque paulo post milites Sabinorum ad urbem veniunt. Quod autem viri Romani puelljs placent, Sabini et Romani pacem faciunt. Romulus deinde diu magna iustitia regnal. Post multos annos autem, dum orationem ad milites suos habet, subito magna nube ex oculis hominum evanescit. Paulo post Romulus non iam inter homines, sed apud deos est.
Uber Romulus
Amulius setzt Romulus und Remus, die Sdhne der Rhea Silvia, im Fluss aus. Aber Hirten sehen die Kinder und tra-gen sie mit sich nach Hause. So wohnen die Buben Iange bei Hirten. Viele Jahre spater verlassen Romulus und Remus die Hirten. Sie ergreifen die Waffen und toten Amulius. Dann haben sie vor eine neue Stadt zu bauen. Wahrend aber Romulus den Wall der neuen Stadt erbaut, kommt Remus und Iacht iiber den kleinen Wall. Daher tdtet Romulus zornig Remus mit dem Schwert. Weil in der neuen Stadt keine Frauen sind, fasst Romulus einen Entschluss: Er Iadt die Sabiner in seine Stadt ein. Wahrend sie aber schdne Schauspiele erwarten, rauben die Romer die Tochter der Sabiner. So verschafft Romulus den Rdmern Frauen. Die Sabiner aber eilen zornig in die Heimat und beschlielien die Tochter mit Waffen zu befreien. Daher kommen wenig spater die Soldaten der Sabiner zur Stadt. Weil aber die romischen Manner den Madchen gefallen, machen (schlieBen) die Sabiner und die Rdmer Frieden. Romulus herrscht dann Iange mit grower Gerechtigkeit. Nach vielen Jahren aber, wahrend er eine Rede an seine Soldaten halt, verschwindet er plotz-Iich mit einer gro&en Wolke aus den Augen der Menschen. Wenig spater ist Romulus nicht mehr unter den Menschen, sondern bei den Gottem.


Ü I.
1.:4. Fall Sg.: das Wasser 2.: 1. und 4. Fall Pl.: die Schauspiele 3.: 2. Fall Sg.: des Lebens, 3. Fall Sg.: dem Leben, 1. Fall Pl.: die LebenA.: 2. Fall Pl.: der Augen 5.: 2. Fall Sg.: des Schwertes, 1. Fall PL: die Schwerter
Ü II.
1. Quid spectatis. pueri? – Templum novum spectamus.
- Was schaut ihr an, Buben? – Wir schauen den neuen Tempel an.
2. Quis post Iuliam sedet? – Gaius Quintusque post Iuliam sedent. - Wer sitzt hinter Julia? – Gaius und Quintus sitzen hinter Julia.
3. Cur gaudes. Quinte? – Gaudeo. quod pensum non habemus. - Warum freust du dich, Quintus? – Ich freue mich, weil wir keine Hausubung haben.
4. Placetne vobis puellas terrere? – Libenter puellas terremus. - Gefāllt es euch die Mādchen zu erschrecken?
- Wir erschrecken gerne die Mādchen.
5. Ubi arnicas exspectatis. puellae? – In foro arnicas exspectamus. - Wo erwartet ihr die Freundinnen, Mādchen? – Auf dem Forum erwarten wir die Freundinnen.
Ü III.
; Claudia cum amicis ad scholam properat. Ante scholam Iulia iam amicam exspectat. Numquam sine arnica in aedificium intrat. Tum magister multum de virjs Claris narrat. Discipuli iam diu in schola sunt. Postremo a .schola domum properare licet. Post scholam otium discipulos exspectat. Alii cum magna gaudio spectacula vident, aliis diu per Romam pulchram ambulare placet.
Claudia eilt mit Freundinnen (Freunden) zur Schule. Vor der Schule erwartet Julia schon die Freundin. Niemals tritt sie ohne Freundin in das Gebaude ein. Dann erzāhlt der Lehrer viel uber beruhmte Mānner. Die Schuler sind schon Iange in der Schule. Schlielilich ist es erlaubt von der Schule nach Hause zu eilen. Nach der Schule erwartet die Schuler Freizeit. Die einen sehen mit grolier Freude Schauspiele, den anderen gefāllt es durch das schone Rom zu spazieren.
Ü IV.
1. Properate ad scholam, Quinte et lull (IuIia)I - Eilt zur Schule, Quintus und Julius (Julia)! 2. Narra nobis de viris Claris, Gaļ! - Erzahle uns von beruhmten Mannern, Gaius! 3. Pugnate pro vita vestra, viri! - Kāmpft fur euer Leben, Manner! A. Responde magistro, Claudia! - Antworte dem Lehrer, Claudia! 5. Monstra nobis aedificia clara, arnica! - Zeige uns die beruhmten Bauwerke, Freundin! 6. Lauda discipulos tuos, magister! - Lobe deine Schuler, Lehrer! 7. Gaudete et ridete. pueri! - Freut euch und lacht, Buben!
Ü V.
Uber Quintus neue Freundin
Quintus spaziert mit einem schonen Mādchen durch die
romischen Strafien. Dann sieht Gaius den Freund und ruft: „ Sei gegrūfit, Quintus, spaziert ihr zum Forum? Sicher ist – es mir erlaubt, mit euch zu spazieren.” Jetzt fragt Gaius den Freund: „ Wer ist dieses Mādchen?” ,,Diese Mādchen ist Corinna, meine Freundin”, sagt Quintus. ,,1st Corinna nicht ein schones Mādchen?” Gaius schaut das Mādchen an und antwortet: ,,Sicher ist Corinna ein schones Mādchen, aber mir gefallen alle deine Freundinnen.” Gaius’ Worte erfreuen das Mādchen keineswegs. ,,Warum sagt Gaius ,alle’?”, ruft Corinna, ,,Hast du etwa viele Freundinnen, Quintus?” ,,Keineswegs, ich Iiebe nur dich. Andere Mādchen gefallen mir nicht!” Aber Corinna fragt auch Gaius: ,,Antworte Gaius: Hat Quintus andere Freundinnen?” ,,Hat er nicht. Claudia und Julia sind nicht Quintus’ Freundinnen. Auch Cornelia gefāllt Quintus nicht und Lydia …” ,,Jetzt ist es Gaius nicht mehr erlaubt, mit uns zu spazieren – er hat nāmlich viele Aufgaben!”, ruft Quintus zornig und eilt mit Corinna zum Forum.
Ü VI.
1. Die Schuler zeigen dem Lehrer ihre Aufgaben.
2. Die Mādchen sehen Gaius und ihren Lehrer auf dem Forum. 3. Die Schuler erzāhlen oft uber die Schule und ihren Lehrer. 4. Gaius erwartet schon Iange Julia und seine Freundin. 5. Julia und Claudia erwarten ihre Freunde.
VII.
1. Nonne spectacula te delectant? - Erfreuen dich die Schauspiele nicht?
2. Cur magister me non laudat? - Warum Iobt mich der Lehrer nicht?
3. Narra mihi de te! - Erzahle mir von dir!
A. Cur statuae deorum tibi non placent? - Warum gefallen dir die Stauen der Gotter nicht? 5. Amici nobis Romam pulchram monstrant. - Die Freunde zeigen uns das schone Rom.
Ü VIII.
1. monstra (VerbaIform) 2. nostris (Possessivpronomen) 3. donas (VerbaIform) 4. animo (Substantiv) 5. gaudia (Neutrum Plural) 6. terres (VerbaIform)
1. Claudia magistro pensum suum monstrat. 2. Quintus pensum suum secum non habet. 3. Magister interrogat: ,,Cur non laboras, Quinte?” 4. Puer respondet: ,,Laborare amo. Pensa nostra me delectant.” 5. Puellae de verbis pueri rident. 6. Magister nunc Quinto multa pensa dat. 7. ,,Certe pensa tibi magnum gaudium sunt.”
X.
1. Iitterator 2. in amphitheatre 3. comoedias 4. theatrum




Die lateinische Sprache lebt bis heute
Polen ruft!
In Deutschland, in der Stadt Zittau bewegten falsche Briefe des sächsischen Innenministeriums die Gemüter der Bürger. Alle Bürger jener Stadt, die nahe der polnischen Grenze in Deutschland liegt, hatten in ihren Postkästen einen Brief gefunden, in welchem gemeldet worden war, dass ihre Stadt im Jahre 2002 Teil der Republik Polen sein werde. In diesem Brief war geschrieben worden: „Weil in dieser Gegend vor kurzem die Grenzen wieder (abgegrenzt) festgesetzt wurden, wird die Stadt Zittau bald auf polnischem Gebiet liegen. Aus diesem Grund muss von den Bürgern bis zum Monat März 2001 die Staatsbürgerschaft der Republik Polen angestrebt werden. Außerdem muss von allen möglichst schnell ein Polnischkurs besucht werden.“
Jürgen Kloß, der oberste Beamte der Stadt Zittau, sagte, dass dieser Brief ohne Zweifel falsch sei und alles, was (in ihm) geschrieben sei, keineswegs der Wahrheit entspreche.
Inzwischen begannen Polizisten die Urheber der Briefe zu suchen – zum Beispiel in einem polnischen Sprachinstitut der Stadt Zittau.
Die Steinzeit lebt
Wer bisher glaubte, dass die Familie Feuerstein nur im Fernsehen oder im Kino gesehen werden kann, irrte. In Salzburg nämlich wohnt nämlich eine Frau, die nicht nur den Namen Wilma Feuerstein trägt, sondern auch rote Haare hat. Obwohl sie weder einen Mann namens Alfred hat noch unter ihren Freunden ein (gewisser) Barnie Geröllheimer ist, erfuhr die wahre Wilma inzwischen, dass ein so berühmter Name nicht immer von Vorteil ist. „Neulich telefonierte ich mit der Sekretärin eines Psychiaters. Nachdem ich meinen Namen gesagt hatte, versuchte jene mich mit diesen Worten zu beruhigen: ‚Bleib ruhig! Du darfst das Haus nicht verlassen. (Das Haus darf von dir nicht verlassen werden.) Ein Krankenwagen wird bald bei dir sein!’
Ü I.
  1. Weil Silen viel Wein getrunken hatte, musste er nach Hause geführt werden.
  2. König Krösus glaubte, dass er vor dem Krieg das Orakel befragen musste.
  3. Kassandra warnte: „Dieses Pferd darf nicht in die Stadt gezogen werden!”
  4. Weil Tantalus seinen Sohn getötet hatte, musste er immer Hunger und Durst ertragen.
Ü II.
  1. petenti (Präsenspartizip)
  2. docet (Präsens)
  3. obsidis (Substantiv)
  4. finitur (kein Deponens)
  5. fere (keine Form von fero)
  6. currat (Konjunktiv Präsens)
Ü III.
In irgendeinem Gymnasium der amerikanischen Stadt Chicago können schon mehrere Monate lang die Lieder von Frank Sinatra, des sehr berühmten Sängers, gehört werden. Aber jene Lieder verwenden die Lehrer nicht, um die Schüler zu erfreuen (attributives Gerundiv), sondern um sie zu bestrafen (attributives Gerundiv). Wenn jemand irgendeine Untat begangen hat, wird er eingesperrt und gezwungen den ganzen Tag Lieder wie „ Strangers in the night” zu hören. Die Lehrer loben diese Art zu bestrafen (Gerundium): „Niemand könnte uns grausam nennen, weil wir beim Erziehen der Schüler (attributives Gerundiv) diese schönen Lieder verwenden. Die Kinder aber hassen jene Lieder. Schüler, die diese hören mussten (prädikatives Gerundiv), gehorchen danach immer den Lehrern, damit sie nicht wieder diese grausame Strafe büßen müssen (prädikatives Gerundiv).”
Ü IV.
  1. Hora prima discipulis verba nova discenda sunt.
    In der ersten Stunde müssen die Schüler neue Wörter lernen.
  2. Hora secunda pueris et puellis liber Graecus legendus est.
    In der zweiten Stunde müssen die Buben und Mädchen ein griechisches Buch lesen.
  3. Hora tertia omnibus fabula brevis scribenda est.
    In der dritten Stunde müssen alle eine kurze Geschichte schreiben.
  4. Hora quarta Quinto res gestae Caesaris referendae sunt.
    In der vierten Stunde muss Ouintus die Taten Cäsars berichten.
  5. Etiam hora quinta discipulis scholam relinquenda non est.
    Auch in der fünften Stunde dürfen die Schüler die Schule nicht verlassen.
  6. Post meridiem liberis pensum faciendum est.
    Am Nachmittag müssen die Kinder die Aufgabe machen.
Ü V.
Jene Lehrer, die im vorigen Sommer in einer Stadt Englands einen Ferialkurs veranstalteten, wunderten sich sehr. Denn nicht, wie sie erwartet hatten, fünfzig, sondern mehr als hundert Schüler meldeten sich an. Aber auch jene, die dem Kurs beiwohnten, der den Titel „Audio, Video, Disco” hatte, wunderten sich sehr: Denn gegen ihre Erwartung war es ihnen weder erlaubt Musik zu hören noch Filmvorführungen beizuwohnen noch Diskotheken zu besuchen, sondern sie mussten täglich mehrere Lateinlektionen ertragen. Inzwischen haben sie den Grund ihres Irrtums erkannt: „Audio, Video, Disco” sind lateinische Wörter…
Vokabel:
Germanicus, Germanica, Germanicum germanisch, deutsch 40 Adj.
falsus, falsa, falsum falsch 40 Adj.
situs, sita, situm gelegen 40 Adj.
quietus, quieta, quietum ruhig 40 Adj.
interim inzwischen 40 Adv.
haudquaquam keineswegs 40 Adv.
nuper neulich, vor kurzem 40 Adv.
Germania, Germaniae s. Germanien, Deutschland 40 Nomen
magistratus, magistratus m. Beamter, Behörde 40 Nomen
commodum, commodi n. Vorteil 40 Nomen


Über die Witwe der Soldaten
Eine (gewisse) Frau in Ephesus hatte ihren geliebten Ehemann verloren. Zu dessen Erinnerung ließ sie ein Denkmal bauen und begann, nachdem sein Leichnam in der Gruft beigesetzt worden war, diesen nach der Sitte der Vorfahren zu bewachen. Aber wegen ihrem sehr großen Schmerz blieb sie länger in der Gruft als es Pflichtgefühl und Religion forderten. Tag und Nacht verbrachte die Witwe dort weinend und sich der Nahrung enthaltend.
Inzwischen aber geschah es, dass zwei Räuber in der Nähe der Gruft ans Kreuz geschlagen wurden. Damit (nicht irgendeiner) keiner die Leichen wegnähme, um sie zu begraben, wurde ein Soldat aufgestellt, um die Kreuze zu bewachen. Dieser hörte i der nächsten Naht eine Stimme und betrat, nachdem er bemerkt hatte, woher diese Stimme (entstand) kam, die Gruft. Sofort erkannte er, was der Grund des Weinens war, und brachte der Frau Nahrung und Wein, um sie zu trösten. Aber er forderte die vom Schmerz überwältigte Frau vergeblich auf, Nahrung zu sich zu nehmen. Schließlich half die Magd, die da war, dem Soldaten beim Auffordern der Frau und erreichte, dass jene dem Klagen ein Ende machte und die Geschenke des Soldaten annahm. Weil die Frau nach der Mahlzeit schon viel weniger Schmerz fühlte, hoffte der Soldat, dass sie sich auch der übrigen Genüsse nicht enthalten werde. Auch in dieser Sache war er siegreich: Nachdem sie die Tore der Gruft geschlossen hatten, blieb er die ganze Nacht bei der Witwe.
Jener sorgfältige Wächter erblickte, als er am nächsten Tag de Gruft verließ, dass ein Leichnam vom Kreuz weggenommen worden war. Er fürchtet eine schwere Strafe, eilte zur Witwe und berichtete, was geschehen war.
„Was soll ich tun?“, rief er, „ich werde den Spruch des Richters nicht abwarten, sondern mich selbst mit dem Schwert töten!“ Jene aber fasste einen klugen Plan, weil sie nach dem Ehegatten nicht auch diesen geliebten Mann verlieren wollte. So geschah es, dass wenig später an keinem Kreuz eine Leiche fehlte – die Gruft aber leer war.
Ü I.
  1. beim Laufen
  2. um zu erforschen
  3. durch das Lehren
  4. die Hoffnung zu siegen
  5. um zu schreiben
  6. um einen Brief zu schreiben
  7. beim Ertragen von Gefahren
  8. der Wunsch eine lateinische Geschichte zu hören
  9. um die Mädchen zu erschrecken
  10. um Wein zu genießen
  11. durch das Geben von Geiseln
Ü II.
  1. Krösus, der einen Krieg bereitete, schickte einige Gesandtschaften, um die Orakel zu befragen.
  2. Um die Feinde zu besiegen, führte Mark Aurel ein großes Heer in deren Gebiet.
  3. Nachdem Rom gegründet worden war, verschafften sich die römischen Bürger durch das Rauben von Mädchen Gattinnen.
  4. Um das Mädchen zu besuchen, fürchtete Leander nicht einmal die größten Gefahren.
  5. Weil Midas überaus begierig (danach) war, Gold zu besitzen, wünschte er sich vom Gott Bacchus ein schlechtes Geschenk.
Ü III.
  1. Gaius domum contendit ad pensum faciendum.
    Gaius domum contendit pensi faciendi causa.
    Gaius eilte nach Hause, um die Aufgabe zu machen.
  2. Romam veni ad artificia clara spectanda.
    Romam veni artificiorum clarorum spectandorum causa.
    Ich kam nach Rom, um die berühmten Kunstwerke zu betrachten.
  3. Complures menses in Graecia eram ad linguam Graecam discendam.
    Complures menses in Graecia eram linguae Graecae discendae causa.
    Ich war mehrere Monate in Griechenland, um die griechische Sprache zu lernen.
  4. Discipuli ad magistrum delectandum pensa summa cum diligentia scripserunt.
    Discipuli magistri delectandi causa pensa summa cum diligentia scripserunt.
    Die Schüler schrieben die Aufgaben mit höchster Sorgfalt, um den Lehrer zu erfreuen.
Ü IV.
  • Martinus vestem gladio divisit ad virum pauperem iuvandum.
    Martin teilte sein Gewand mit dem Schwert, um dem armen Mann zu helfen.
  • Diana aquae fruendae causa vestem deposuit.
    Diana legte ihr Gewand ab, um das Wasser zu genießen.
  • Theseus Minotauri occidendi causa in Cretam navigare constituit.
    Theseus beschloss nach Kreta zu segeln, um den Minotaurus zu töten.
  • In Troia oppugnanda multi viri fortissimi laesi auf occisi sunt.
    Beim Belagern von Troja wurden viele sehr tapfere Männer verletzt oder getötet.
  • Utinam Psyche ne tam cupida Amoris adspiciendi fuisset!
    Wenn doch Psyche nicht so begierig gewesen wäre Amor anzusehen.
Ü V.
  1. admiror (bewundern)
  2. confido (vertrauen)
  3. punio (bestrafen! – rideo flachen)
  4. trado (übergeben)
  5. finio (beenden)
  6. addo (hinzufügen)
  7. contineo (zusammen-, enthalten)
  8. annus (Jahr) / verto (wenden)
  9. crudelis (grausam)
  10. habito (bewohnen)
  11. liber (Buch)
  12. primus (er Erste) / tempus (Zeit)
  13. mors (Tod)
  14. premo (drücken)
  15. quaero (fragen)
  16. utor (gebrauchen)
  17. video (sehen)
  18. voluntas (Wunsch)
  19. possideo (besitzen)
Ü VI.
  1. ad-cedo (herankommen)
  2. ex-fero (heraustragen)
  3. ad-traho (heranziehen)
  4. ad-loquor (ansprechen)
  5. ad-pono (hinstellen)
  6. ad-clamo (zurufen)
  7. ex-fugio (entfliehen)
  8. in-mitto (hineinschicken)
  9. ad-peto (anstreben)
Ü VII.
Dionysius tyrannus, cum crudelissime regnaret, non sine causa semper timebat, ne quis se interficeret. Quod etiam verebatur, ne a tonsore ferro occideretur, filias suas barbam tondere docuit. Quae cum adultae essent, ne iis quidem confidebat, sed iis ferrum abstulit imperavitque, ut ab illo tempore candentibus iuglandium putaminibus barbam sibi adurerent. Cum olim, ut erat eius consuetudo, pila ludere vellet vestemque deponeret, adulescenti, quem amabat, gladium tradidit. Cum quidam ex eius comitibus iocans dixisset risissetque adulescens,
utrumque iussit interfici. Alterum capitis damnavit, quia viam tyranni occidendi demonstravisset, alterum, quia ea verba ridendo adprobavisset.
Weil der Tyrann Dionysios sehr grausam herrschte, fürchtete er nicht ohne Grund, dass ihn irgendjemand töte. Weil er auch fürchtete, dass er vom Frisör mit dem Messer getötet werde, lehrte er seine Töchter den Bart zu schneiden. Als diese erwachsen waren, vertraute er nicht einmal ihnen, sondern nahm ihnen das Messer weg und befahl, dass sie ihm von jener Zeit an den Bart mit glühenden Nussschalen abbrennen.
Als er einst, wie es seine Gewohnheit war, mit dem Ball spielen wollte und seine Kleidung ablegte, übergab er einem jungen Mann, den er liebte, sein Schwert. Als einer von seinen Begleitern im Scherz (scherzend) gesagt hatte, dass er nun diesem jungen Mann sein Leben anvertraut hätte, und der junge Mann gelacht hatte, ließ er beide (jeden von beiden) töten. Den einen verurteilte er zum Tode, weil er einen Weg den Tyrannen zu töten gezeigt hatte, den anderen, weil er diese Worte durch sein Lachen gutgeheißen hatte.
Vokabel:
vacuus, vacua, vacuum leer, frei 39 Adj.
multo (beim Komparativ) viel, um vieles 39 Adv.
minus weniger 39 Adv.
unde woher 39 Fragewort
memoria, memoriae f. Erinnerung 39 Nomen
monumentum, monumenti n. Denkmal 39 Nomen
maiores, maiorum p. Vorfahren 39 Nomen
pietas, pietatis f. Pflichtgefühl, Frömmigkeit 39 Nomen
religio, religionis f. Religion 39 Nomen
voluptas, voluptatis f. Vergnügen, Lust 39 Nomen
sententia, sententiae f. Meinung, Satz 39 Nomen
iudex, iudicis m. Richter 39 Nomen
in memoriam (+ Gen.) zur Erinnerung an 39 Phrase
curro 3, curris, currere, cucurri, cursum laufen 39 Verb 3
affero, affers, afferre, attuli, allatum heranbringen 39 Verb ferre


(Über) berühmte Griechen
Nachdem die Athener einst das Orakel gefragt hatten, wer der klügste Mensch sei, wurde ihnen geantwortet, dass niemand weiser sei als Sokrates. Sobald Sokrates das hörte, brach er sofort auf. um einen klügeren Menschen zu suchen. Er wendete sich an einige Menschen, die sich für klug hielten, um deren Klugheit durch Erörtern zu erforschen. Aber durch seine Kunst des Fragens zeigte er jenen, dass sie, obwohl sie sich für klug hielten, vieles dennoch nicht wissen. So erkannte er: „In dieser Sache bin ich klüger als diese: Ich weiß, dass ich nichts weiß!“
Der Philosoph Diogenes gab sich immer Mühe, nichts Überflüssiges zu besitzen. Er soll das Leben in so großer Bescheidenheit verbracht haben, dass er nicht nur kein Geld und keine Reichtümer, sondern auch kein Haus hatte und in einem Fass wohnte. Denn er war überzeugt, dass nur ein armer Mensch frei und glücklich sei. Sehr bekannt ist diese Geschichte: Einst besuchte Alexander, der große Feldherr, Diogenes, der sich vor sein Fass gesetzt hatte, um die Sonne zu genießen. Nachdem er gegrüßt hatte, forderte er ihn auf, zu sagen, wenn er etwas wünsche. Jener aber soll geantwortet haben: „Geh ein wenig aus der Sonne!“
Archimedes, ein Mathematiker von großer Begabung, soll auf diese Weise gestorben sein: Nachdem römische Soldaten, Syrakus erobert hatten, trugen sie alles, was jeder rauben konnte, weg. Ein /(gewisser) Soldat kam auch zu Archimedes, der sich nach seiner Art (Gewohnheit) in den Garten begeben hatte, um (nach)zudenken. Vertieft in seine Formen, welche er in den Sand geschrieben hatte, missachtete er die Gefahr und rief, als er den Soldaten erblickt hatte: „Störe meine Kreise nicht!“ Der Soldat aber tötete Archimedes, weil er glaubte, dass dieser aus Hochmut (veranlasst) sprach.
Ü I.
  1. Einige Schüler scheinen in die Schule zu kommen um zu schlafen.
  2. Wenn diese Buben nicht durch ihr Lachen den Lehrer vom Lehren abgehalten hätten, hätte uns jener die große Aufgabe nicht gegeben.
  3. Macht ein Ende des Redens! (= Hört auf zu reden!)
  4. Wenn ich doch Zeit zu lernen hätte!
  5. Die Lehrer können die Schüler mehr durch Loben als durch Ermahnen zum Lernen veranlassen.
  6. Habt ihr schon jenes sehr berühmte lateinische Buch über die Kunst des Liebens gelesen?
  7. Einige Männer und Frauen kommen nicht ins Theater um zu schauen, sondern um selbst angeschaut zu werden.
  8. Wie groß ist meine Begierde zu schlafen!
Ü II.
  1. Cleopatra, cum intellegeret sibi occasionem fugiendi non esse, se ipsa necavit.
    Als Kleopatra erkannte, dass sie keine Gelegenheit zu flüchten hatte, tötete sie sich selbst.
  2. Marcus Aurelius a Christianis petivit, ut orando exercitum Romanum periculo magno liberarent.
    Mark Aurel bat die Christen, dass sie durch Beten das römische Heer aus einer großen Gefahr befreiten.
  3. Scimus Caesarem cupidissimum regnandi fuisse.
    Wir wissen, dass Cäsar sehr begierig zu herrschen gewesen ist
Ü III.
  1. die Gelegenheit zu flüchten
  2. die Hoffnung zurückzukehren
  3. dem schlafenden Feind
  4. die gelehrten Männer
  5. die lehrenden Männer
  6. die Begierde zu lehren
  7. der Eifer zu lesen
  8. . dem lesenden Schüler
  9. die lesenden Schüler
  10. des gelesenen Buches/die gelesenen Bücher
  11. durch sorgfältiges Lesen
  12. um zu grüßen
Ü IV.
Claudia fragte einige Freunde, ob sie mit ihr den Geburtstag feiern wollten. Als Quintus das gehört hatte, antwortete er, dass er mit großer Freude zu ihr kommen werde. Dann dachte er: „Sicher wünscht Claudia, dass niemand ohne Geschenk kommt. Was soll ich ihr schenken? Wer könnte das wissen?” Dann erkannte er: „Claudia könnte sich sicher sehr freuen, wenn sie einen Kochtopf bekäme!” So kam Quintus, weil ihm jener Plan der beste zu sein schien, am nächsten Tag mit einem Kochtopf zu Claudia. Diese, die sich über jenes Geschenk keineswegs freute, warf zornig den Kochtopf dem Buben an den Kopf. „ Wenn ich Claudia doch Blumen geschenkt hätte!”, dachte Quintus. „Wenn sie mir die Blumen an den Kopf geworfen hätte, wären die Schmerzen geringer.“
Ü V.
Quondam, cum Diogenes philosophus meridie cum lumine per forum iret, homines ex eo quaesiverunt, cui illud lumen secum portaret, cum sol medio in caelo esset. Ille respondit: „Spero me auxilio illius luminis melius videre posse. Hominem enim quaero, sed solum animalia, non homines, qui hoc nomine digni sunt, conspicio.”
Vir quidam olim in ambulando casu Diogenem conspexit, qui, ut erat eius consuetudo, sibi cenam modicam paravit. Ille, cum ipse vitam sine cenis magnificis beatam non esse arbitraretur, ad Diogenem, quem hominem miserum putabat, haec locutus est: „Si regi verba blanda diceres, te cenam tam modicam edere necesse non esset.» Ille
autem, qui semper dabat operam, ut liber esset, respondit: „Si tu quoque cenam modicam ederes, te regi verba blanda dicere necesse non esset.”
Als der Philosoph Diogenes einst zu Mittag mit einem Licht über das Forum ging, fragten ihn die Menschen, warum er dieses Licht mit sich trage, wenn/obwohl die Sonne mitten am Himmel sei. Jener antwortete: „Ich hoffe, dass ich mit Hilfe jenes Lichtes besser sehen kann. Ich suche nämlich einen Menschen, aber ich erblicke nur Tiere, keine Menschen, die dieses Namens würdig sind.”
Ein gewisser Mann erblickte einst beim Spazieren durch Zufall Diogenes, der, wie es seine Gewohnheit war, sich eine bescheidene Mahlzeit zubereitete. Da er selbst glaubte, dass ein Leben ohne großartige Mahlzeiten nicht glücklich sei, sprach er zu Diogenes, den er für einen armen Menschen hielt, dies: „Wenn du dem König schmeichelnde Worte sagen würdest, wäre es nicht notwendig, dass du ein so bescheidenes Mahl isst.” Aber jener, der sich immer bemühte frei zu sein, antwortete: „Wenn auch du ein bescheidenes Mahl essen würdest, wäre es nicht notwendig, dass du dem König schmeichelnde Worte sagst.”
Vokabel:
tantus, tanta, tantum so groß 38 Adj.
liber, libera, liberum frei 38 Adj.
philosophus, philosophi m. Philosoph 38 Nomen
opera, operae f. Mühe 38 Nomen
pecunia, pecuniae f. Geld 38 Nomen
fabula, fabulae f. Erzählung, Geschichte 38 Nomen
causa (nach Gen.) wegen, um zu 38 Nomen
ingenium, ingenii n. Geist, Talent 38 Nomen
initium, initii n. Anfang 38 Nomen
superbia, superbiae f. Stolz 38 Nomen
habeo te amicum ich halte dich für einen Freund 38 Phrase
ne quis/ne quid dass (damit) niemand/nichts 38 Phrase
si quis/si quid wenn jemand/etwas 38 Phrase
se conferre sich begeben 38 Phrase
quisque, quidque jeder 38 Pron.
disputo 1, disputas, disputare, disputavi, disputatum erörtern, diskutieren 38 Verb 1
exploro 1, exploras, explorare, exploravi, exploratum ausforschen, erforschen 38 Verb 1
saluto 1, salutas, salutare, salutavi, salutatum grüßen, begrüßen 38 Verb 1
habeo 2, habes, habere, habui, habitum haben, besitzen; halten für 38 Verb 2
confero, confers, conferre, contuli, collatum zusammentragen, vergleichen 38 Verb ferrre
operam dare sich bemühen 38 Verb Phrase


(Über) König Krösus
Krösus lud einst Solon, den sehr weisen und sehr gerechten alten Mann ein und führte ihn durch sein königliches Haus. Dann, nachdem er ihm alle Schätze gezeigt hatte, fragte er Solon, wen er für den glücklichsten Menschen halte. Krösus war nämlich überzeugt: „Sicher wird Solon mich wegen meinen Reichtümern für den glücklichsten Menschen halten!“ Jener aber antwortete, dass Krösus ohne Zweifel reich sei und ein großes Reich regiere. „Ob du aber der glücklichste bist“, sagte er, „werde ich nicht sagen können, bevor du gestorben bist. Denn niemand dürfte/könnte/soll vor dem Tod glücklich genannt werden.
Einige Jahre später bereitete Krösus mit höchster Sorgfalt einen Krieg gegen Kyros, den König der Perser, vor. (Fürchtend, dass … =) Weil er fürchtete, von den Feinden besiegt zu werden, beschloss er das Orakel um Rat zu fragen. Weil er aber nicht wusste, welchem Orakel am meisten vertraut werden konnte, schickte er verschiedene Gesandtschaften zu den einzelnen Orakeln. Allen befahl er, zu einer bestimmten Zeit, das Orakel zu fragen, was er selbst zu dieser Zeit mache. Während die übrigen Orakel es nicht wussten, wurde den Gesandten in Delphi gesagt: „Euer König kocht in diesem Moment das Fleisch eines Lamms und einer Schildkröte.“
Krösus, der das tatsächlich, gemacht hatte, schickte nach jener Antwort die Gesandten wiederum nach Delphi, damit sie fragten, ob er die Perser besiegten werde. Es wurde ihm geantwortet, dass er in jenem Krieg ein großes Reich zerstören werde. Der König führte seine Truppen ins Gebiet der Perser, weil er glaubte, dass jenes Reich das Reich des Kyros sein würde, und griff die Feinde an. Ein wenig später, nachdem sein Heer besiegt und viele Soldaten verloren waren, erinnerte er sich und erkannte, dass er nicht das Reich des Kyros, sondern sein (eigenes) Reich zerstört hatte.
Ü I.
  1. Der Lehrer erzählte uns, wie die Griechen im zehnten Jahr Troja besetzt hatten.
  2. Quintus weiß nicht, mit welchem jungen Mann Julia nun über das Forum spaziert.
  3. Die Freunde berichteten mir, welche sehr berühmten Kunstwerke sie in Rom angeschaut hatten.
  4. Ich hoffe, dass ihr alle wisst, in welchem Jahr Rom gegründet worden ist.
  5. Claudia weiß nicht, ob die griechischen Freunde sie im Sommer besuchen werden.
Ü II.
  1. Magister rogat/rogavit, quis pensum non fecerit/fecisset.
    Der Lehrer fragt/fragte, wer die Hausübung nicht gemacht hat/hatte.
  2. Magister rogat/rogavit, cur Quintus non adsit/adesset.
    Der Lehrer fragt/fragte, warum Quintus nicht da ist/war.
  3. Magister discipulos rogat/rogavit, num hunc librum lecturi sint/essent.
    Der Lehrer fragt/fragte die Schüler, ob sie dieses Buch lesen werden.
Ü III.
  1. Die römischen Soldaten, die von den Feinden umzingelt worden waren, fürchteten, dass sie alle getötet werden.
  2. Dädalus forderte seinen Sohn auf, dass er sich nicht der Sonne nähere.
  3. Groß war die Angst der Römer, dass Hannibal auch Rom angreife.
  4. Theseus beschloss mit dem Minotaurus zu kämpfen, damit nicht mehr Kinder von jenem getötet werden.
  5. Habt ihr schon von den Taten des Spartakus gehört?
  6. Nenne niemanden vor dem Tod glücklich!
Ü IV.
  1. Als Orpheus mit süßer Stimme sang, sollen Tiere und Bäume aus den Wäldern gekommen sein, um dessen Lieder zu hören.
  2. Cäsar besetzte in wenigen Jahren, wie wir in dessen Büchern lesen, ganz Gallien.
  3. Als Europa auf die Insel Kreta gekommen war, bemerkte sie, dass sie von Jupiter geraubt worden war.
  4. Als Dionysios mehrere Jahre sehr grausam geherrscht hatte, beschlossen einige Menschen, wie es oft geschieht, ihn zu töten.
Ü V.
  1. vastaret – Bevor die Eltern eine dreitägige Reise machten, ermahnten sie Quintus, dass er nicht wieder das Haus verwüste.
  2. ascendissent – Als die Eltern das Schiff bestiegen hatten, lud Quintus sofort sehr viele Freunde ein.
  3. agerent – So geschah es, dass viele Freunde, die mit lauter Stimme schrieen und Wein tranken, (laut schreiend und Wein trinkend) die nächste Nacht bei Quintus verbrachten.
  4. accidisset – Aber beim ersten Licht kehrten die Eltern zurück und fragten Quintus, was in ihrem Haus geschehen war.
Ü VI.
  1. du fügst hinzu – du gehst hin
  2. die übrigen – die zurückgelassenen
  3. ein gewisser – irgendjemand
  4. einst – einen gewissen
  5. er/sie/es wird gesucht – er/sie/es klagt
  6. das Pferd – der Reiter
  7. fremd – ein anderer
  8. der andere – hoch
Ü VII.
Krösus erinnert sich an Solons Worte
Als seine Truppen von König Kyros besiegt worden waren, zog sich Krösus schnell aus dem Land der Feinde zurück. Aber Kyros führte durch die Hoffnung auf einen Sieg ver-
anlasst ein gewaltiges Heer in dessen Gebiet und griff Krösus an. In dieser Schlacht war Kyros wiederum der Sieger. Krösus aber wurde ergriffen und zum Tod verurteilt. Da erinnerte sich Krösus, als er schon auf dem Scheiterhaufen war, an Solons Worte. Er empfand großen Schmerz, weil er dessen Worte missachtet hatte, und rief mit lauter Stimme Solon an. Als Kyros das hörte, wendete er sich an Krösus und fragte ihn, warum er den Namen jenes sehr weisen Menschen rufe. Dieser antwortete: „Einst, als ich glaubte, dass ich der glücklichste Mensch sei, sagte Solon, dass niemand vor dem Tod glücklich sei. Jetzt, weil ich im Begriff bin auf diese grässliche Weise zu sterben, erkenne ich, dass er die Wahrheit gesagt hat.”
Durch diese Worte bewegt soll Kyros Krösus das Leben geschenkt haben.
Vokabel:
iustus, iusta, iustum gerecht 37 Adj.
singuli, singulae, singula einzelne, je ein 37 Adj.
certus, certa, certum sicher, bestimmt 37 Adj.
ne (nach Verben des Fürchtens) dass 37 Konj.
senex, senis m. Greis 37 Nomen
dubium, dubii n. Zweifel 37 Nomen
diligentia, diligentiae f. Sorgfalt 37 Nomen
legatio, legationis f. Gesandtschaft 37 Nomen
legatus, legati m. Gesandter 37 Nomen
num etwa, ob 37 Partikel
mihi persuasum est ich bin überzeugt 37 Phrase
ob +4 wegen 37 Präp.
memini, meminisse (+Gen.) sich erinnern (an) 37 Verb
confido 3, confidis, confidere, confisus sum vertrauen 37 Verb 1
ignoro 1, ignoras, ignorare, ignoravi, ignoratum nicht wissen, nicht kennen 37 Verb 1
ostendo 3, ostendis, ostendere, ostendi, ostentum zeigen 37 Verb 3
rego 3, regis, regere, rexi, rectum regieren, lenken, leiten 37 Verb 3
aggredior M, aggrederis, aggredi, aggressus sum angreifen 37 Verb Dep
timeo, ne … fürchten, dass … 37 Verb Phrase
memini (Perfekt) ich erinnere mich (Präsens!) 37 Verb Phrase


Ü I.
Adjektiva: acerrimis (den heftigsten), altius (das hohere), celeribus (den schnellen), dulciora (die sulierenj, facile (das leichte), fortius (das tapferere), grave (das schwere), humaniores (die menschlicheren), Iaetissimam (die frohste), notissimum (das bekannteste), pauperiori (dem/der armeren), peius (das schlechtere), sanos (die gesunden)
Adverbia: altius (hdher), cupide (gierig), diligenter (sorg-faltig), feliciter (glucklich), facile (leicht), fortius (tapferer), peius (schlechter), pulchre (schdn), simillime (am ahn-lichsten)
Ü II.
1. accusamus , accusabimus, accusabamus, accusavi-mus, accusaveramus, accusaverimus
2. scis, scies, sciebas, scivisti, sciveras, sciveris
3. sunt, erunt, erant, fuerunt, fuerant, fuerint
4. hortatur, hortabitur, hortabatur, hortatus est, hortatus erat, hortatus erit
Ü III.
1. nuntiare, nuntiari, nuntiavisse, nuntiatum esse; nuntia!, nuntiate!; nuntians, nuntiatum
2. scribere, scribi, scripsisse, scriptum esse; scribe!, scribete!; scribens, scriptum
3. tollere, toiti, sustulisse, subiatum esse; tolle!, tollite!; tollens, subiatum
4. pati, passum esse; paterel, patimini!; patiens, fv:5 passum
Ü IV.
Deponentia: hortamini (ihr fordert auf), sequi (folgen), Iocuti sunt (sie sprachen), queruntur (sie klagen), passa erat (sie hatte erduldet), sequor (ich folge), Ioquere (sprich!)
Passiv: superamini (ihr werdet ubertroffen), traditur (es wird uberliefert), ornatum (geschmuckt), referetur (es wird berichtet werden), dubitatur (es wird gezweifelt), rogari (gebeten werden), metuebamur (wir wurden gefurchtet), quaeruntur (sie werden gesucht), divisum est (es wurde geteilt), ducor (ich werde gefuhrt), iuvaris (du wirst unterstutzt)
1. timebatur - Weil Nero viele Menschen grausam tdten Iassen hatte, wurde er von den meisten rdmischen Burgern sehr gefurchtet. 2. questus est - Orpheus, der seine geliebte Gattin verloren hatte, klagte mit vielen Tranen uber sein Schicksai 3. quaerebatur - Europa, die von Jupiter geraubt worden war, wurde von ihren Brudern Iange gesucht. 4. patiuntur - Die rdmischen Soldaten, die vom Heer der Feinde umzingelt worden sind, ertragen kaum den Durst. 5. Iocutus est, vereri - Nachdem er die Furcht der Soldaten bemerkt hatte, sprach der Feldherr: ,,Furchtet die Truppen der Feinde nichtl”
Ü VI.
1. missus/-a sum 2. amatur 3. invitabitur 4. includeban-tur 5. Iaudatus/-a erat 6. ducimur
Ü VII.

Lösung:

Ü VIII.
1. (magistrum … ferentem) Die Schuler erblicken mit grower Freude den Lehrer, der neue Lateinbucher bringt.
2. (Iibros … scriptos) Denn nichts ist schdner als Bucher zu lesen, die in Iateinischer Sprache geschrieben worden
sind. 3. (Iibros … acceptos) Aber die Biicher, die sie vor einigen Tagen vom Lehrer erhalteri hatten, haben sie schon gelesen. 4. (discipulos … amantibus) Denn es gefiel den Schulern, die die Iateinische Sprache sehr Iieb-ten (lieben), diese Bucher nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause zu lesen.
IX.
1.b. Nachdem er Christus gesehen hatte, beschloss Petrus, der Gott dankte, in die Stadt zuruckzukehren. 2.i. Nachdem Kassandras Worte missachtet worden sind, wird das Pferd in die Stadt gezogen. 3.e. Naehdem er das Orakel befragt hatte, furchtete sich Maxentius, dureh Angst vor dem Tod bewegt, Rom zu verlassen. 4.c. Als die Soldaten den Durst kaum erfrugen, soil plotzlich ein Wunder gesehehen sein. 5. a. Weil sich Aehill von der SehIaeht fernhalt, kdnnen die Grieehen die Feinde nicht besiegen. 6.h. Nachdem die Stadt durch einen Brand verwustet worden war, Iieli der Kaiser die Christen ergrei-fen und bestrafen. 7.g. Nachdem Troja besetzt worden ist, wird Odysseus zehn Jahre von der Heimat ferngehalten.
8.d. Nachdem er viele Sklaven versammelt hatte, zogerte Spartakus nicht mit den rdmischen Truppen zu kampfen.
9.f. Als die Romer sehliefen, begannen die Gallier das Kapitol zu besteigen.
Ü X.
1. (filium … sequi) Dadalus, der mit Ikarus uber den Himmel fluchtete, bemerkte, dass der Sohn ihm nicht mehr folgte. 2. (Helenam … raptam et … ductam esse; Quam rem … fuisse) Wir Iasen (lesen), dass Helena, die schdnste Frau, geraubt und nach Troja gefuhrt worden war (ist). Es steht fest, dass diese Saehe der Grund eines grassliehen Krieges gewesen ist. 3. (Christianos … liberates esse) Mark Aurel wurde gemeldet, dass die Christen, die zu ihrem Gott beteten, oft aus den grdliten Gefahren befreit worden waren. 4. (exercitum … vinci) UVe// Maxentius bemerkt hatte, dass sein Heer von den Truppen Konstantins besiegt wurde, ergriff er die Flucht (vertraute er sich der Flucht an). 5. (virum pauperem … adiuvari) Martin, der sah, dass der arme Mann von den iibrigen Menschen nicht unterstiitzt wurde, teilte seine Kleidung mit dem Schwert.
Ü XI.
7. des Konsuls, du befragst 2. die Gesetze, du wirst lesen 3. wodureh, wohin 4. dadurch, dorthin, ich gehe 5. die Kraft, du willst
Ü XII.
Magister, qui nonnullos discipulos pensa iterum non fecisse animadvertit, eos verbis acerrimjs monet. Magistro Ioevto quidam discipuli interrogare audent: ,,Scripsistine ipse semper pensa tua?” Magister respondet: ,,Nonne scitis me discipulum optimum fuisse? Numquam sine pensis diligentissime scriptis in scholam veni. Nam pensa facere mihi magno gaudio erat. Itaque saepe pfura ac difficiliora pensa a magistris postulabam. Iam puer enim intellexeram nos non scho-lae, sed vitae discere. Itaque pensjs factis saepe totam noctem Iibros lingua Latina aut Graeca scriptos Iege-bam. Aestate quoque amicis itinera facientibus magno studio discere solebam. Ita semper a magistris Iaudabar
et omnibus discipulis exemplo eram.” Quibus verbis auditjs Quintus intellegit magistro iam puero mentem sanam non fuisse.
Der Lehrer, der bemerkt, dass einige Schuler ihre Aufgaben wieder nicht gemacht haben, ermahnt diese mit sehr heftigen Worten. Nachdem der Lehrer gesprochen hat, wagen es einige Schuler zu fragen: „ Haben Sie selbst immer Ihre Aufgaben geschrieben?” – Der Lehrer antwor-tet: „ Wisst ihr nicht, dass ich der beste Schuler gewesen bin? Niemals kam ich ohne sehr sorgfaltig geschriebene Aufgaben in die Schule. Denn Aufgaben zu machen berei-tete mir grolie Freude. Daher verlangte ich von den Lehrern oft mehr und schwierigere Hausubungen. Denn schon als Bub hatte ich erkannt, dass wir nicht fur die Schule, sondern fur das Leben lernen. Daher las ich, nach-dem ich die Aufgaben gemacht hatte, oft die ganze Nacht Bucher, die in Iateinischer oder griechischer Sprache geschrieben waren. Auch im Sommer, wahrend die Freunde Reisen machten, pfIegte ich mit groliem Eifer zu lernen. So wurde ich von den Lehrern immer gelobt und war fur alle Schuler ein Vorbild.” – Als er diese Worte gehdrt hat, erkennt Quintus, dass der Lehrer schon als Bub keinen gesunden Verstand gehabt hat.

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Ü I.
1. orabit, orabat, oravit, oraverat 2. pones, ponebas, posuisti, posueras 3. sciam, sciebam, scivi, siveram
4. aderimus, aderamus, adfuimus, adfueramus
5. voles, volebas, voluisti, volueras
Ü II.
1. augere, auxisse, auctum esse 2. tollere, sustulisse, sublatum esse 3. punire, punivisse, punitum esse
4. rapere, rapuisse, raptum esse 5. dare, dedisse, datum esse
Ü III.
1. sumptum est 2. vidi 3. recepti erant 4. terruisti
5. servati/-ae sumus 6. docuerat 7. quaesitus/-a erat 8. vicistis 9. latum esse 10. cecidisse
Ü IV.
7./i. der versprochenen Freiheit 2.g. die erkannte Sache 3.f. die missachtete Schdnheit 4.c. die verbrauchte Zeit
5.d. den (durch die) angeziindeten Hauser(n)
6. a. des getdteten Bruders 7.i. dem erhofften Heer
8.b. der erblickten Tiere 9.e. der eingeladene Dichter
Ü V.
1. Apollo virgini amatae donum maximum promisit. -Apollo versprach dem geliebten Madchen ein sehr grolies Geschenk. 2. Ilia, postquam rem promissam accepit, deum celeriter reliquit. - Nachdem jene die versprochene Sache erhalten hatte, verliefi sie den Gott schnell. 3. ,,Donum sine usu sperato erit”, deus iratus dixit. -„ Das Geschenk wird ohne den erhofften Nutzen sein “, sagte der Gott erzurnt. 4. Dum Paris mulierem raptam domum ducit, Cassandra Troianos iterum ac iterum de periculo monuit. - Wahrend Paris die geraubte Frau nach Hause fuhrte, warnte Kassandra die Trojaner wieder und wieder vor der Gefahr. 5. At homines ab ea moniti eius verbis credere noluerunt. - Aber die von ihr (dieser) gewarnten Menschen wollten deren (ihren) Worten nicht glauben.
Ü VI.

Lösung:

Ü VII.
7. (discipulos … narrare) Der Lehrer befiehlt, dass die Schüler ihm uber ihre Ferien erzahlen. (Der Lehrer Iasst die Schuler…) 2. (se … convenisse) Ouintus erzahlt, dass er in den Ferien mit einigen sehr schdnen Madchen zusammengekommen ist. 3. (se … voluisse … prohibitum esse) Gaius sagt, dass er vieI Iernen wollte, aber immer von den Freunden abgehalten wurde.
4. (se … navigavisse) Claudia sagt, dass sie mit hochster Freude zu den griechischen Inseln gesegelt ist.
5. (se … fecisse) Julia erzahlt nicht, dass sie heimlich mit ihrem neuen Freund eine Reise ans Meer gemacht hat.
6. (se … exspectavisse) Aber niemand von den Sehulern sagt dem Lehrer, dass er die Sehule und die Lehrer sehon mit grofier Freude erwartet hat.
7. (Plurimos discipulos … putare) Es steht fest, dass die meisten Sehuler die Ferien fur die sehonste Zeit halten.
Ü V III.
1. Daedalus filium suum mortuum esse videt. - Dadalus sieht, dass sein Sohn tot ist. 2. Theseus Minotaurum Iiberos interficere audit. - Theseus hort, dass der Minotaurus Kinder totet. 3. Cleopatram se ipsam neca-visse constat. - Es steht fest, dass Kleopatra sieh selbst getotet hat. 4. Troiani Graecos domum navigare putant.
- Die Trojaner glauben, dass die Grieehen naeh Hause segeln. 5. Gallos a Caesaris copiis victos esse legimus.
- Wir Iesen (lasen), dass die Gallier von Casars Truppen besiegt worden sind (waren). 6. Orpheus se uxorem iterum amisisse intellegit. - Orpheus erkennt, dass er die Gattin wieder verloren hat.
Ü IX.
1. clarus, clarior, clarissimus; clare, clarius, clarissime
2. acer, acrior, acerrimus; acriter, acrius, acerrime
3. facilis, facilior, facillimus; facile, facilius, facillime
4. malus, peior, pessimus; male, peius, pessime
Ü X.
Scimus apud Troiam acerrime pugnatum esse. Graeci, quamquam iis vires magnae erant, tamen oppidum frustra oppugnabant. Achilles enim, fortissimus omnium Graecorum, iratus proeliis abstinebat. Postquam autem de morte Patrocli1 amici optimi. audivit, iram magnam deposuit. Nova arma maqnifica accepit et celerrime in pugnam contendit. Proelium omnibus prioribus proeliis atrocius coepit. Quo in proelio Achilles multos Troianos fortes occidit.
Wir wissen, dass bei Troja sehr heftig gekampft worden ist. Obwohl die Griechen grolie Krafte hatten, belagerten sie dennoeh die Stadt vergeblich. Denn Achill, der tapfers-te alter Grieehen, hielt sich zornig von den Sehlaehten fern. Naehdem er aber vom Tod des Patroklos, seines besten Freundes, gehdrt hatte, Iegte er den gro/ien Zorn ab. Er erhielt neue, grofiartige Waffen und eilte sehnellstens in den Kampf. Es begann eine Sehlaeht, grasslieher als alle fruheren Schlaehten. In dieser Sehlaeht tdtete Achill viele tapfere Trojaner.
Ü XI.
1. du gibst zuruek – du kehrst zuruek 2. dennoeh – endlieh 3. die Lander – du ersehreekst 4. der hoehste – wir sind
5. der Hand – ich blieb 6. ungefahr – tragen 7. ich gehe zu Grunde – inzwischen S. der Krafte – den Mann 9. ich habe
- ich bewohne 10. die Kinder- die Bucher
Ü XII.
Penelopa, uxor Ulixis, multos annos maritum amatum exspectare debuit. Saepe, cum de mortibus quorundam virorum fortium audiverat, metu magno affecta est. Sperabat deos Ulixem adiuvare. Post decern annos magno cum gaudio a nuntiis audivit Troiam tandem expugnatam esse. Iidem dixerunt Ulixem cum ceteris Graecis navem ascendisse et illam terram alienam reliquisse. Penelopa valde gaudebat, sed tamen Ulixes non redijt. Itaque nuntios ad alios reges Graecos1 qui interea domum redierant. misit. Nemo autem Ulixem post illud bellum atrox viderat. Plurimi homines Ulixem interfectum esse putabant. Itaque multi viri apud Penelopam convenerunt. qui hanc feminam pulchram et divitem in matrimonium ducere volebant. At fides illius mulieris maxima erat. Nemo ei persuadere potuit Ulixem mortuum esse.
Penelope, Odysseus’ Gattin, musste ihren geliebten Ehemann viele Jahre erwarten. Oft, wenn sie uber den Tod einiger tapferer Manner gehort hatte, wurde sie mit grofier Angst versehen (= befiel sie grolie Angst). Sie hoffte, dass die Gotter Odysseus helfen. Naeh zehn Jahren hdrte sie mit grofier Freude von Boten, dass Troja endlieh erobert worden war. Dieselben sagten, dass Odysseus mit den ubrigen Grieehen ein Schiff bestiegen und jenes fremde Land verlassen hatte. Penelope freute sich sehr, aber dennoeh kehrte Odysseus nicht zuruek. Daher schickte sie Boten zu den anderen griechischen Konigen, die inzwischen nach Hause zurOekgekehrt waren. Aber niemand hatte Odysseus nach jenem grasslichen Krieg gesehen.
Die meisten Menschen glaubten, dass Odysseus getotet worden war. Daher kamen viele Manner bei Penelope zusammen, die diese schone und reiche Frau heiraten wollten. Aber die Treue jener Frau war sehr groli. Niemand konnte sie Oberzeugen, dass Odysseus gestorben war.


Ü I.
Zeiten
Das lmperfekt erkennt man an der Silbe -ba- vor der Endung.
Die Endungen des Perfekts lauten: i, isti. it, imus. istis. erunt; das Plusquamperfekt besteht aus Perfektstamm und den Endungen eram. eras etc.
,,qui, quae, quod”
bedeutet als Fragepronomen: welcher.-e.-es: als Relativpronomen: der. die, das, und als relativer Anschluss: dieser.-e.-es
Steigerung
Den Komparativ erkennt man der Silbe -ior- nach dem Stamm bzw. der Endung -ius- im 1. und 4. Fall Neutrum Sg. Der Superlativ hat meist die Endung -issimus 3. gelegentlich aber auch -errimus 3 oder illimus 3.
Kasuslehre
Der Genetiv der Eigenschaft und der Teilungsgenetiv werden mit von ubersetzt. Beim Genetivus obiectivus ist jeweils eine passende Praposition zu suchen. Der Zweckdativ wird mit zu ubersetzt. Der Mittelsablativ wird mit mit oder durch wiedergege-ben, der Ablativ der Eigenschaft und der Trennungs-ablativ mit von. Der Vergleichsablativ (steht beim Komparativ) wird mit a[s ubersetzt, der Zeitablativ steht auf die Frage wann?
Ü II.
1. amiserat - Weil Orpheus die Gattin verloren hatte, weirite er Iange.
2. gerebat – IA/as kdnnt ihr mir uber Casar erzahlen, der sieben Jahre in Gallien Krieg gefuhrt hat?
3. vicerat - Hannibal, der die Rdmer in einigen Schlachten besiegt hatte, musste seine Truppen schliefSlieh in die Heimat fuhren.
4. Iegunt - Casar schrieb einige Bucher uber seine Kriege, die auch in unseren Zeiten die Schuler lesen.
5. commisit - Weil Tantalus eine sehr schreckliche Untat begangen hat, muss er immer Hunger und Durst ertragen.
Ü III.
1.i. mit schnellerer Hand 2.c. ein schlechteres Urteil 3.g. ein bdser Burger 4.b. des neuen Gesetzes 5.f. den ehrenvollen Senatoren 6.h. dem tapfereren Heer 7.e. der grasslichen Sachen 8. a. den klugen Mann 9.d. einen kurzen Brief
Ü IV.
” Caesar, UJe imperator clarissimus, priusquam bellum in Gallia gessit, a senatu Hispaniam provinciam acceperat. Dum iter per montes in earn provinciam tacit, cum non-nullis sociis ad vicurrr quendam minimum venit, ubi pauci homines vivebant. Unus e sociis, cuj Caesaris cupiditas potestatis ignota non erat, risit dixitque: ,,Vide, Caesar, istas domus miserrimas! Incolis illius vici potes-tas honoresque certe curae non sunt.” Cui Caesar haec respondit: ,,Malo2 eo in vico primus esse, quam Romae secundus.”
Bevor Casar, jener sehr beruhmte Feldherr, in Gallien Krieg fuhrte, hatte er vom Senat die Provinz Spanien erhalten. Wahrend er durch die Berge in diese Provinz reiste, kam er mit einigen Gefahrten zu einem sehr kleinen Dorf, wo weni-ge Menschen lebten. Einer von den Gefahrten, dem Casars Gier nach Macht nicht unbekannt war, Iachte und sagte: ,,Sieh, Casar, diese sehr armen Menschenl Die Einwohner jenes Dorfes sorgen sich sicher nicht urn Macht und Ehrenamter.” Diesem antwortete Casar dies: Jch will Iieber in diesem Dorf der Erste sein, als in Rom der Zweite.”
Ü V.
1. (mit) einem angenehmen Geschenk – dono gratiori/-e, gratissimo
2. mit heftigen Worten - verbis acrioribus, acerrimis
3. kleine Stadte - oppida minora, minima
4. der grolien Flotte - classis maioris, maximae
Ü VI.
Wem von den Schulern gefallen die Lateinstunden nicht sehr? Niemand von uns Iiebt die Lateinstunden nicht. Nichts kann uns von den Lateinstunden abhalten. Denn die Lateinstunden, die schdner sind als alle ubrigen Stunden, bereiten uns immer grofie Freude. Unser Lehrer, ein sehr kluger Mann, erfreut uns immer mit schdnen Iateinischen Buchem. Auch am Nachmittag und in der Nacht, wenn wir Freizeit haben, lesen wir gerne Iateini-sche Buchei:
Ü VII.
Welcher Redner war ber Ohmter a Is Cicero? Wahrend dle-ser Konsul war, rettete er den Staat, der in hdchster Gefahr war. Denn er zwang Catilina, der beschlossen hatte die Konsuln zu tdten, Rom zu verlassen. Im Senat, den er selbst zusammengerufen hatte, hielt er diese Rede: „ Welches Verbrechen hast du nicht begangen, Catilina? Alles, was du gemacht hast, haben wir gesehen. Wie schlecht sind deine Untaten I Auch die BeschIOsse, die du mit deinen sehr schlechten Gefahrten gefasst hast, sind uns nicht unbekannt. Befreie den Staat, den du mit deinen Verbrechen schon Iange erschrecktest, von grofier Furchtl” So ging Catilina freiwillig aus Rom weg und zog sich zu seinen Truppen zuruck, die er vor der Stadt vorbe-reitet hatte.
Ü VIII.
1. Verres, qui multa artificia pulcherrima e Sicilia provin-cia abstulerat, oratione Ciceronis adductus Roma fugere constituit. - Verres, der viele sehr schdne Kunstwerke aus der Provinz Sizilien weggetragen hatte, beschloss, durch eine Rede Ciceros veranlasst, aus Rom zu fliehen.
2. Iuppiter, quod Tantalo prudentior erat, facinus atrocis-simum intellexit. - Weil Juppiter kluger als Tantalus war, erkannte er das sehr grausame Verbrechen.
3. Cives Romani, qui Hannibalem maxime timebant. magno cum metu – clamaverunt: ,,Hannibal ante por-tas!” - Die rdmischen Burger, die Hannibal sehr fOrchte-ten, riefen mit grofier Furcht: ,,Hannibal vor den Toren!”
4. Romani. quod iis uxores non erant, feminas rapere constituerunt. - Weil die Rdmer keine Ehefrauen hatten, beschlossen sie Frauen zu rauben.
5. Caesar, qui paucis annis omnes fere civitates Gallorum vicerat, Iegiones suas Romam duxit. - Casar, der in wenigen Jahren fast alle Stamme der Gallier besiegt hatte, fuhrte seine Legionen nach Rom.
6. Orpheus, cuius carmina pulcherrima erant, uxorem in Tartaro quaerebat. - Orpheus, dessen Liedersehr schon waren, suchte seine Gattin im Tartarus.
Ü IX.
1. insula 2. brevis 3. committo 4. manus, ago 5. clamo 6. caput


Lösung: So hieß die spanische Stadt Saragossa


Ü I.
1 .h. ein gewisses Tier 2.d. dasselbe Haus 3.i. jener Gefahr

4.f. durch diese Sache 5.j. den Eltern selbst 6.a. durch welche

Furcht? 7.e. jenem jungen Mann 8.b. diese Madchen 9.c. diese

Tage 10.g. derselben Lieder
Ü II.
1. Quidam homines semper eadem oppida

petunt, quae iam saepe spectaverunt. - Einige

Menschen suchen immer dieselben Stadte auf, die sie schon oft angeschaut haben.
2. Gaius eodem die multos amicos

invitavit, quo parert-tes urbem reliquerunt. -

Gaius Iud am selben Tag viele Freunde ein, an dem die Eltern die Stadt verliefien.
3. Quintus pulchritudinem Iuliae iisdem verbis laudat, quibus Claudiam Iaudare solet. - Quintus Iobt Julias Schdnheit mit denselben Worten, mit denen er Claudia zu Ioben pflegt.
4. Liberi iam multas horas idem carmen canunt, quod magister eos docuit. - Die Kinder singen schon viele Stunden dasselbe Lied, das der Lehrer sie gelehrt hat.
5. Ibi venit eadem puella, quam iam in

foro vidimus. -Dort kommt dasselbe

Madchen1 das wir schon am Forum gesehen haben.
6. Amici eadem nave domum navigant, qua venerunt. -Die Freunde segeln mit demselben Schiff nach Hause, mit dem sie

gekommen sind.
Ü III.
Habt ihr schon.von der Untat gehort, die Tantalus

begangen hat? 2. Welche Untat hat jener Freund der Gdtter begangen? 3. Tantalus beging jene Untat, weil er
vorhatte die Klugheit der Gdtter auf die Probe zu
stellen. 4. Wie bose diese Untat war! 5. Welche Strafe muss Tantalus bufien? 6. Weil Tantalus eine so bose Untat beging, war die Strafe,
die die Gdtter ihm gaben, groli.
Ü IV.
1. quaerebat – quaesivit 2. neglegebatis – neglexistis 3. dabam – dedi

4. stabas – stetisti 5. reddebamus -reddidimus 6. erant – fuerunt
Ü V.
1. sitis (Substantiv) 2. inveni (VerbaIform) 3. movimus (Perfekt) 4.

rfegi (Substantiv) 5. vidit (Perfekt) 6. vires (,,Krafte”, keine Form von vir)
Ü VI.
Auch Herkules sucht die Unterwelt auf Nicht nur
Orpheus, sondern auch Herkules war es erlaubt, vor dem Tod die Unterwelt zu betreten. Denn jener sehr tapfere Mann musste zwolf Arbeiten
ausfuhren, die ihm Konig Eurystheus befahl. Nachdem Herkules schon einige sehr grolie Tier getotet hatte, befahl ihm Eurystheus auch
das: ,,Steige in die Unterwelt hinab und bnnge den Hund Cerberus herbeil” Jener Hund, der drei Kopfe hat, bewacht am Tor der
Unterwelt die Toten. So kann nie-mand die Unterwelt verlassen.
Herkules, der nicht emmal diese Gefahr furchtete,
gehorch-te und suchte die Unterwelt auf. Dort bat er Pluto: „ Gib mir den Cerberus! Ich muss diesen zu Eurystheus tragen.” Dieser
antwortete: ,,Ich kann dir den Cerberus nicht geben. Wenn du jenen aber ohne Waffen besiegen kannst, ist es dir erlaubt, den Cerberus
mit dir zu fuhren.” Und nachdem Herkules Iange mit hochster Kraft mit jenem Hund gekampft hatte, besiegte er ihn mit den Handen und
trug ihn zu Eurystheus. Weil dieser aber den Cerberus sehr furchtete, gab Herkules jenen wenig spater Pluto zuruck.
Ü VII.
Iulia Claudiae salutem dicit.
Certe gaudes, quod tibi nunc cum parentibus in insulis Graecis esse

licet. Cuj nostrum iter in Graeciam facere non placet? Quem ad mare Iudere et templa clara spec-tare

non delectat? Quas insulas visistis? Quae insula tibi maxime placuit? In qua insula nunc estis? Quid ibi faci-tis? Quos montes ascenditis? Quae oppida spectatis? Quis vobis aedificia clara monstrat? Suntne ibi adules-centes pulchri? Quoeum nocte ambulare soles? Certe non solum cum parentibus!

Te iam exspecto! Certe multum narrare potes.
Julia sagt Claudia einen Grufl.
Sicher freust du dich, weil es dir erlaubt ist, jetzt
mit den Eltern auf den griechischen Inseln zu sein. Wem von uns gefallt es nicht, eine Reise nach Griechenland zu machen? Wen erfreut es
nicht am Meer zu spielen und beruhmte Tempel anzuschauen? Welche Inseln habt ihr besichtigt? Welche Insel hat dir am meisten gefalien?
Auf welcher Insel seid ihr nun? Was macht ihr dort? Welche Berge besteigt ihr? Welche Stadte schaut ihr an? Wer zeigt euch die beruhmten
Gebaude? Gibt es dort schdne junge Manner? Mit wem gehst du in der Nacht spazieren? Sicher nicht nur mit den EItem! Ich erwarte dich
schon! Sicher kannst du viel erzahlen.
Ü VIII.
1. Wer von den Freunden befreit mich von dieser Sorge

?
2. Nicht einmal mit grolien Strafen kann der
Lehrer jene Buben von Untaten abhalten. 3. Der Lehrer erfreut uns immer mit Aufgaben von dieser Art (mit derartigen Aufgaben). 4.
Niemand von den jungen Mannern Iiebt Julia, ein Madchen sowohl von grofier Schdnheit als auch von hdchster Klugheit, nicht. 5. Wem von
euch gefallt es, an diesem schonen Tag in der Schule zu sein ? 6. Jenen Mann, der eine Gattin von hochster Ehre hat, haben wir schon oft
mit gewissen Madchen gesehen.
Ü IX.
1. Strafsumme 2. Tagegelder, Emahrungsvorschriften
3. Zuhorerschaft 4. Zuruf


Ü I.
1.b„ I.e., 3.a., 4.f„ 5.d„ 6.g„ 7. c„ 8. h.
Ü II.
1. Manlius, vir magna virtute. Gallos Capitolio prohibere potest. - Manlius, ein Mann von grofier Tapferkeit, kann die Gallier vom Kapitol abhalten.
2. Quod Romani multos milites occidunt, hostes cum timore maqno fugiunt. - Weil die Romer viele Soldaten tdten, fluchten die Feinde mit grofier Furcht.
3. Dum foro appropinquamus, clamorem multarum vocum audimus. - Wahrend wir uns dem Forum nahern, hdren wir das Geschrei vieler Stimmen.
4. Copiae hostium nocte castra expugnant et imperato-rem nostrum occidunt. - Die Truppen der Feinde erobern in der Nacht das Lager und tdten unseren Feldherrn.
5. Neque imperatori neque ceteris militibus in castris manere placet. - Weder dem Feldherrn noch den ubrigen Soldaten gefallt es, im Lager zu bleiben.
6. Scipio quoque virtutem hostis sui laudat. - Auch Scipio Iobt die Tapferkeit seines Feindes.
7. Magnae parti discipulorum otium placet. - Einem groflen Teil der Schuler gefallt die Freizeit.
Ü III.
Quintus Alexandrum, amicum Graecum, interroaat: ,,Placetne tibi mecum in circum venire?” Alexander autem respondet: ,,Amicus equorum non sum.” Quintus nunc dicit: ,,Multi homines, quamquam equos non amant. tamen in circo sunt. Nam ibi non solum equos, sed etiam multas puellas pulchras spectare potes.” Ita Alexander paulo post ad Lydiam dicit: ,,Hora decima Quintus mihi circum monstrare in animo habet.” – ,,Bene!”, Lydia inquit. ,,Ego quoque Iibenter tecum venio, Quinte!” – ,,Pulchrum ibi non est”, Alexander clamat, ,,mane domil Clamor multorum hominum tibi certe non placet.” – ,,Si ibi pulchrum non est, cur vos in circum contenditis?”. Lydia interrogat. ,,Vobiscum venire certe necesse est!” Ita Alexander, quod amicam circo prohibere non potest, cum Quinto et Lydia in circum properat.
Quintus fragt Alexander, seinen griechischen Freund: ,,Gefallt es dir, mit mir in den Zirkus zu kommen?” Alexander aber antwortet: ,,Ich bin kein Freund von Pferden.” Quintus sagt nun: „ Viele Menschen sind den-noch im Zirkus, obwohl sie Pferde nicht lieben. Denn dort kannst du nicht nur Pferde, sondern auch viele schone Madchen ansehauen.” So sagt Alexander wenig spater zu Lydia: „ Quintus hat vor, mir in der zehnten Stunde den Zirkus zu zeigen.” – ,,Gut!”, sagt Lydia. ,,Auch ich komme gerne mit dir, Quintus!” – ,,Es ist dort nicht schon”, ruft Alexander, ,,bleibe zu Hausel Das Geschrei vieler Menschen gefallt dir sicher nicht.” – „ Wenn es dort nicht schon ist, warum eilt ihr in den Zirkus?”, fragt Lydia. ,,Es ist sicher notwendig mit euch zu kommen!” So eilt Alexander, weil er die Freundin nicht vom Zirkus abhalten kann, mit Quintus und Lydia in den Zirkus.
Ü IV.
Ober Karthago
Der Kdnig von Tyrus hat zwei Kinder, Dido und Pygmalion. Nach dem Tod des Kdnigs macht das Volk Pygmalion zum Konig. Sychaus, ein Mann von hdchster Ehre, heiratet Dido. Aber wenig spater totet Pygmalion Sychaus, der eine grofie Menge Goldes hat. Daher ist Dido jetzt in grower Furcht und fluchtet mit vielen anderen Menschen aus der Heimat nach Afrika zu einem andern Konig, wo sie vor-hat eine neue Stadt zu erbauen.
Aber der Konig hdrt vom Plan der fremden Menschen und schenkt Dido kein Land. Daher sagt Dido, eine sehr kluge Frau, zum Konig: „ Schenkst du uns Land, das mit einer Rinderhaut bedeckt werden kann?” Der Konig antwortet: ,,Ein so kleines Land schenke ich euch gerne!” Aber dann schneidet Dido die Rinderhaut in dunne Telle. Weil so die Rinderhaut einen grollen Teil des Landes einschlielit, kann Dido mit Hilfe der ubrigen Menschen Karthago, eine grofi-artige Stadt, erbauen.
Ü V.

C I C E R Q
Lösungswort:
Ü VI.
1. Mars 2. Scipio 3. septem 4. Romulus
Ü VII.
1. mare 2. honor 3. tres 4. novus 5. arma 6. pars
Ü VIII.
De Romulo
Amulius Romulum et Remum, filios Rheae Silviae, in flumine exponit. Sed pastores Iiberos vident et secum domum portant. Ita pueri diu apud pastores habitant. Multis annis post Romulus Remusque pastores relin-quunt. Arma capiunt et Amulium occidunt. Deinde oppi-dum novum aedificare in animo habent. Dum autem Romulus vallum oppidj novj aedificat, Remus venit et de vallo parvo ridet. Itaque Romulus iratus Remum gladio necat.
Quod in oppido novo feminae non sunt, Romulus consilium capit: Sabinos in oppidum suum invitat. Dum autem spectacula pulchra exspectant, Romani filias Sabinorum rapiunt Ita Romulus Romanis feminas parat. Sabini autem irati in patriam contendunt et filias armis Iiberare constituunt. Itaque paulo post milites Sabinorum ad urbem veniunt. Quod autem viri Romani puelljs placent, Sabini et Romani pacem faciunt. Romulus deinde diu magna iustitia regnal. Post multos annos autem, dum orationem ad milites suos habet, subito magna nube ex oculis hominum evanescit. Paulo post Romulus non iam inter homines, sed apud deos est.
Uber Romulus
Amulius setzt Romulus und Remus, die Sdhne der Rhea Silvia, im Fluss aus. Aber Hirten sehen die Kinder und tra-gen sie mit sich nach Hause. So wohnen die Buben Iange bei Hirten. Viele Jahre spater verlassen Romulus und Remus die Hirten. Sie ergreifen die Waffen und toten Amulius. Dann haben sie vor eine neue Stadt zu bauen. Wahrend aber Romulus den Wall der neuen Stadt erbaut, kommt Remus und Iacht iiber den kleinen Wall. Daher tdtet Romulus zornig Remus mit dem Schwert. Weil in der neuen Stadt keine Frauen sind, fasst Romulus einen Entschluss: Er Iadt die Sabiner in seine Stadt ein. Wahrend sie aber schdne Schauspiele erwarten, rauben die Romer die Tochter der Sabiner. So verschafft Romulus den Rdmern Frauen. Die Sabiner aber eilen zornig in die Heimat und beschlielien die Tochter mit Waffen zu befreien. Daher kommen wenig spater die Soldaten der Sabiner zur Stadt. Weil aber die romischen Manner den Madchen gefallen, machen (schlieBen) die Sabiner und die Rdmer Frieden. Romulus herrscht dann Iange mit grower Gerechtigkeit. Nach vielen Jahren aber, wahrend er eine Rede an seine Soldaten halt, verschwindet er plotz-Iich mit einer gro&en Wolke aus den Augen der Menschen. Wenig spater ist Romulus nicht mehr unter den Menschen, sondern bei den Gottem.


Ü I.
1.:4. Fall Sg.: das Wasser 2.: 1. und 4. Fall Pl.: die Schauspiele 3.: 2. Fall Sg.: des Lebens, 3. Fall Sg.: dem Leben, 1. Fall Pl.: die LebenA.: 2. Fall Pl.: der Augen 5.: 2. Fall Sg.: des Schwertes, 1. Fall PL: die Schwerter
Ü II.
1. Quid spectatis. pueri? – Templum novum spectamus.
- Was schaut ihr an, Buben? – Wir schauen den neuen Tempel an.
2. Quis post Iuliam sedet? – Gaius Quintusque post Iuliam sedent. - Wer sitzt hinter Julia? – Gaius und Quintus sitzen hinter Julia.
3. Cur gaudes. Quinte? – Gaudeo. quod pensum non habemus. - Warum freust du dich, Quintus? – Ich freue mich, weil wir keine Hausubung haben.
4. Placetne vobis puellas terrere? – Libenter puellas terremus. - Gefāllt es euch die Mādchen zu erschrecken?
- Wir erschrecken gerne die Mādchen.
5. Ubi arnicas exspectatis. puellae? – In foro arnicas exspectamus. - Wo erwartet ihr die Freundinnen, Mādchen? – Auf dem Forum erwarten wir die Freundinnen.
Ü III.
; Claudia cum amicis ad scholam properat. Ante scholam Iulia iam amicam exspectat. Numquam sine arnica in aedificium intrat. Tum magister multum de virjs Claris narrat. Discipuli iam diu in schola sunt. Postremo a .schola domum properare licet. Post scholam otium discipulos exspectat. Alii cum magna gaudio spectacula vident, aliis diu per Romam pulchram ambulare placet.
Claudia eilt mit Freundinnen (Freunden) zur Schule. Vor der Schule erwartet Julia schon die Freundin. Niemals tritt sie ohne Freundin in das Gebaude ein. Dann erzāhlt der Lehrer viel uber beruhmte Mānner. Die Schuler sind schon Iange in der Schule. Schlielilich ist es erlaubt von der Schule nach Hause zu eilen. Nach der Schule erwartet die Schuler Freizeit. Die einen sehen mit grolier Freude Schauspiele, den anderen gefāllt es durch das schone Rom zu spazieren.
Ü IV.
1. Properate ad scholam, Quinte et lull (IuIia)I - Eilt zur Schule, Quintus und Julius (Julia)! 2. Narra nobis de viris Claris, Gaļ! - Erzahle uns von beruhmten Mannern, Gaius! 3. Pugnate pro vita vestra, viri! - Kāmpft fur euer Leben, Manner! A. Responde magistro, Claudia! - Antworte dem Lehrer, Claudia! 5. Monstra nobis aedificia clara, arnica! - Zeige uns die beruhmten Bauwerke, Freundin! 6. Lauda discipulos tuos, magister! - Lobe deine Schuler, Lehrer! 7. Gaudete et ridete. pueri! - Freut euch und lacht, Buben!
Ü V.
Uber Quintus neue Freundin
Quintus spaziert mit einem schonen Mādchen durch die
romischen Strafien. Dann sieht Gaius den Freund und ruft: „ Sei gegrūfit, Quintus, spaziert ihr zum Forum? Sicher ist – es mir erlaubt, mit euch zu spazieren.” Jetzt fragt Gaius den Freund: „ Wer ist dieses Mādchen?” ,,Diese Mādchen ist Corinna, meine Freundin”, sagt Quintus. ,,1st Corinna nicht ein schones Mādchen?” Gaius schaut das Mādchen an und antwortet: ,,Sicher ist Corinna ein schones Mādchen, aber mir gefallen alle deine Freundinnen.” Gaius’ Worte erfreuen das Mādchen keineswegs. ,,Warum sagt Gaius ,alle’?”, ruft Corinna, ,,Hast du etwa viele Freundinnen, Quintus?” ,,Keineswegs, ich Iiebe nur dich. Andere Mādchen gefallen mir nicht!” Aber Corinna fragt auch Gaius: ,,Antworte Gaius: Hat Quintus andere Freundinnen?” ,,Hat er nicht. Claudia und Julia sind nicht Quintus’ Freundinnen. Auch Cornelia gefāllt Quintus nicht und Lydia …” ,,Jetzt ist es Gaius nicht mehr erlaubt, mit uns zu spazieren – er hat nāmlich viele Aufgaben!”, ruft Quintus zornig und eilt mit Corinna zum Forum.
Ü VI.
1. Die Schuler zeigen dem Lehrer ihre Aufgaben.
2. Die Mādchen sehen Gaius und ihren Lehrer auf dem Forum. 3. Die Schuler erzāhlen oft uber die Schule und ihren Lehrer. 4. Gaius erwartet schon Iange Julia und seine Freundin. 5. Julia und Claudia erwarten ihre Freunde.
VII.
1. Nonne spectacula te delectant? - Erfreuen dich die Schauspiele nicht?
2. Cur magister me non laudat? - Warum Iobt mich der Lehrer nicht?
3. Narra mihi de te! - Erzahle mir von dir!
A. Cur statuae deorum tibi non placent? - Warum gefallen dir die Stauen der Gotter nicht? 5. Amici nobis Romam pulchram monstrant. - Die Freunde zeigen uns das schone Rom.
Ü VIII.
1. monstra (VerbaIform) 2. nostris (Possessivpronomen) 3. donas (VerbaIform) 4. animo (Substantiv) 5. gaudia (Neutrum Plural) 6. terres (VerbaIform)
1. Claudia magistro pensum suum monstrat. 2. Quintus pensum suum secum non habet. 3. Magister interrogat: ,,Cur non laboras, Quinte?” 4. Puer respondet: ,,Laborare amo. Pensa nostra me delectant.” 5. Puellae de verbis pueri rident. 6. Magister nunc Quinto multa pensa dat. 7. ,,Certe pensa tibi magnum gaudium sunt.”
X.
1. Iitterator 2. in amphitheatre 3. comoedias 4. theatrum




Die lateinische Sprache lebt bis heute
Polen ruft!
In Deutschland, in der Stadt Zittau bewegten falsche Briefe des sächsischen Innenministeriums die Gemüter der Bürger. Alle Bürger jener Stadt, die nahe der polnischen Grenze in Deutschland liegt, hatten in ihren Postkästen einen Brief gefunden, in welchem gemeldet worden war, dass ihre Stadt im Jahre 2002 Teil der Republik Polen sein werde. In diesem Brief war geschrieben worden: „Weil in dieser Gegend vor kurzem die Grenzen wieder (abgegrenzt) festgesetzt wurden, wird die Stadt Zittau bald auf polnischem Gebiet liegen. Aus diesem Grund muss von den Bürgern bis zum Monat März 2001 die Staatsbürgerschaft der Republik Polen angestrebt werden. Außerdem muss von allen möglichst schnell ein Polnischkurs besucht werden.“
Jürgen Kloß, der oberste Beamte der Stadt Zittau, sagte, dass dieser Brief ohne Zweifel falsch sei und alles, was (in ihm) geschrieben sei, keineswegs der Wahrheit entspreche.
Inzwischen begannen Polizisten die Urheber der Briefe zu suchen – zum Beispiel in einem polnischen Sprachinstitut der Stadt Zittau.
Die Steinzeit lebt
Wer bisher glaubte, dass die Familie Feuerstein nur im Fernsehen oder im Kino gesehen werden kann, irrte. In Salzburg nämlich wohnt nämlich eine Frau, die nicht nur den Namen Wilma Feuerstein trägt, sondern auch rote Haare hat. Obwohl sie weder einen Mann namens Alfred hat noch unter ihren Freunden ein (gewisser) Barnie Geröllheimer ist, erfuhr die wahre Wilma inzwischen, dass ein so berühmter Name nicht immer von Vorteil ist. „Neulich telefonierte ich mit der Sekretärin eines Psychiaters. Nachdem ich meinen Namen gesagt hatte, versuchte jene mich mit diesen Worten zu beruhigen: ‚Bleib ruhig! Du darfst das Haus nicht verlassen. (Das Haus darf von dir nicht verlassen werden.) Ein Krankenwagen wird bald bei dir sein!’
Ü I.
  1. Weil Silen viel Wein getrunken hatte, musste er nach Hause geführt werden.
  2. König Krösus glaubte, dass er vor dem Krieg das Orakel befragen musste.
  3. Kassandra warnte: „Dieses Pferd darf nicht in die Stadt gezogen werden!”
  4. Weil Tantalus seinen Sohn getötet hatte, musste er immer Hunger und Durst ertragen.
Ü II.
  1. petenti (Präsenspartizip)
  2. docet (Präsens)
  3. obsidis (Substantiv)
  4. finitur (kein Deponens)
  5. fere (keine Form von fero)
  6. currat (Konjunktiv Präsens)
Ü III.
In irgendeinem Gymnasium der amerikanischen Stadt Chicago können schon mehrere Monate lang die Lieder von Frank Sinatra, des sehr berühmten Sängers, gehört werden. Aber jene Lieder verwenden die Lehrer nicht, um die Schüler zu erfreuen (attributives Gerundiv), sondern um sie zu bestrafen (attributives Gerundiv). Wenn jemand irgendeine Untat begangen hat, wird er eingesperrt und gezwungen den ganzen Tag Lieder wie „ Strangers in the night” zu hören. Die Lehrer loben diese Art zu bestrafen (Gerundium): „Niemand könnte uns grausam nennen, weil wir beim Erziehen der Schüler (attributives Gerundiv) diese schönen Lieder verwenden. Die Kinder aber hassen jene Lieder. Schüler, die diese hören mussten (prädikatives Gerundiv), gehorchen danach immer den Lehrern, damit sie nicht wieder diese grausame Strafe büßen müssen (prädikatives Gerundiv).”
Ü IV.
  1. Hora prima discipulis verba nova discenda sunt.
    In der ersten Stunde müssen die Schüler neue Wörter lernen.
  2. Hora secunda pueris et puellis liber Graecus legendus est.
    In der zweiten Stunde müssen die Buben und Mädchen ein griechisches Buch lesen.
  3. Hora tertia omnibus fabula brevis scribenda est.
    In der dritten Stunde müssen alle eine kurze Geschichte schreiben.
  4. Hora quarta Quinto res gestae Caesaris referendae sunt.
    In der vierten Stunde muss Ouintus die Taten Cäsars berichten.
  5. Etiam hora quinta discipulis scholam relinquenda non est.
    Auch in der fünften Stunde dürfen die Schüler die Schule nicht verlassen.
  6. Post meridiem liberis pensum faciendum est.
    Am Nachmittag müssen die Kinder die Aufgabe machen.
Ü V.
Jene Lehrer, die im vorigen Sommer in einer Stadt Englands einen Ferialkurs veranstalteten, wunderten sich sehr. Denn nicht, wie sie erwartet hatten, fünfzig, sondern mehr als hundert Schüler meldeten sich an. Aber auch jene, die dem Kurs beiwohnten, der den Titel „Audio, Video, Disco” hatte, wunderten sich sehr: Denn gegen ihre Erwartung war es ihnen weder erlaubt Musik zu hören noch Filmvorführungen beizuwohnen noch Diskotheken zu besuchen, sondern sie mussten täglich mehrere Lateinlektionen ertragen. Inzwischen haben sie den Grund ihres Irrtums erkannt: „Audio, Video, Disco” sind lateinische Wörter…
Vokabel:
Germanicus, Germanica, Germanicum germanisch, deutsch 40 Adj.
falsus, falsa, falsum falsch 40 Adj.
situs, sita, situm gelegen 40 Adj.
quietus, quieta, quietum ruhig 40 Adj.
interim inzwischen 40 Adv.
haudquaquam keineswegs 40 Adv.
nuper neulich, vor kurzem 40 Adv.
Germania, Germaniae s. Germanien, Deutschland 40 Nomen
magistratus, magistratus m. Beamter, Behörde 40 Nomen
commodum, commodi n. Vorteil 40 Nomen


Über die Witwe der Soldaten
Eine (gewisse) Frau in Ephesus hatte ihren geliebten Ehemann verloren. Zu dessen Erinnerung ließ sie ein Denkmal bauen und begann, nachdem sein Leichnam in der Gruft beigesetzt worden war, diesen nach der Sitte der Vorfahren zu bewachen. Aber wegen ihrem sehr großen Schmerz blieb sie länger in der Gruft als es Pflichtgefühl und Religion forderten. Tag und Nacht verbrachte die Witwe dort weinend und sich der Nahrung enthaltend.
Inzwischen aber geschah es, dass zwei Räuber in der Nähe der Gruft ans Kreuz geschlagen wurden. Damit (nicht irgendeiner) keiner die Leichen wegnähme, um sie zu begraben, wurde ein Soldat aufgestellt, um die Kreuze zu bewachen. Dieser hörte i der nächsten Naht eine Stimme und betrat, nachdem er bemerkt hatte, woher diese Stimme (entstand) kam, die Gruft. Sofort erkannte er, was der Grund des Weinens war, und brachte der Frau Nahrung und Wein, um sie zu trösten. Aber er forderte die vom Schmerz überwältigte Frau vergeblich auf, Nahrung zu sich zu nehmen. Schließlich half die Magd, die da war, dem Soldaten beim Auffordern der Frau und erreichte, dass jene dem Klagen ein Ende machte und die Geschenke des Soldaten annahm. Weil die Frau nach der Mahlzeit schon viel weniger Schmerz fühlte, hoffte der Soldat, dass sie sich auch der übrigen Genüsse nicht enthalten werde. Auch in dieser Sache war er siegreich: Nachdem sie die Tore der Gruft geschlossen hatten, blieb er die ganze Nacht bei der Witwe.
Jener sorgfältige Wächter erblickte, als er am nächsten Tag de Gruft verließ, dass ein Leichnam vom Kreuz weggenommen worden war. Er fürchtet eine schwere Strafe, eilte zur Witwe und berichtete, was geschehen war.
„Was soll ich tun?“, rief er, „ich werde den Spruch des Richters nicht abwarten, sondern mich selbst mit dem Schwert töten!“ Jene aber fasste einen klugen Plan, weil sie nach dem Ehegatten nicht auch diesen geliebten Mann verlieren wollte. So geschah es, dass wenig später an keinem Kreuz eine Leiche fehlte – die Gruft aber leer war.
Ü I.
  1. beim Laufen
  2. um zu erforschen
  3. durch das Lehren
  4. die Hoffnung zu siegen
  5. um zu schreiben
  6. um einen Brief zu schreiben
  7. beim Ertragen von Gefahren
  8. der Wunsch eine lateinische Geschichte zu hören
  9. um die Mädchen zu erschrecken
  10. um Wein zu genießen
  11. durch das Geben von Geiseln
Ü II.
  1. Krösus, der einen Krieg bereitete, schickte einige Gesandtschaften, um die Orakel zu befragen.
  2. Um die Feinde zu besiegen, führte Mark Aurel ein großes Heer in deren Gebiet.
  3. Nachdem Rom gegründet worden war, verschafften sich die römischen Bürger durch das Rauben von Mädchen Gattinnen.
  4. Um das Mädchen zu besuchen, fürchtete Leander nicht einmal die größten Gefahren.
  5. Weil Midas überaus begierig (danach) war, Gold zu besitzen, wünschte er sich vom Gott Bacchus ein schlechtes Geschenk.
Ü III.
  1. Gaius domum contendit ad pensum faciendum.
    Gaius domum contendit pensi faciendi causa.
    Gaius eilte nach Hause, um die Aufgabe zu machen.
  2. Romam veni ad artificia clara spectanda.
    Romam veni artificiorum clarorum spectandorum causa.
    Ich kam nach Rom, um die berühmten Kunstwerke zu betrachten.
  3. Complures menses in Graecia eram ad linguam Graecam discendam.
    Complures menses in Graecia eram linguae Graecae discendae causa.
    Ich war mehrere Monate in Griechenland, um die griechische Sprache zu lernen.
  4. Discipuli ad magistrum delectandum pensa summa cum diligentia scripserunt.
    Discipuli magistri delectandi causa pensa summa cum diligentia scripserunt.
    Die Schüler schrieben die Aufgaben mit höchster Sorgfalt, um den Lehrer zu erfreuen.
Ü IV.
  • Martinus vestem gladio divisit ad virum pauperem iuvandum.
    Martin teilte sein Gewand mit dem Schwert, um dem armen Mann zu helfen.
  • Diana aquae fruendae causa vestem deposuit.
    Diana legte ihr Gewand ab, um das Wasser zu genießen.
  • Theseus Minotauri occidendi causa in Cretam navigare constituit.
    Theseus beschloss nach Kreta zu segeln, um den Minotaurus zu töten.
  • In Troia oppugnanda multi viri fortissimi laesi auf occisi sunt.
    Beim Belagern von Troja wurden viele sehr tapfere Männer verletzt oder getötet.
  • Utinam Psyche ne tam cupida Amoris adspiciendi fuisset!
    Wenn doch Psyche nicht so begierig gewesen wäre Amor anzusehen.
Ü V.
  1. admiror (bewundern)
  2. confido (vertrauen)
  3. punio (bestrafen! – rideo flachen)
  4. trado (übergeben)
  5. finio (beenden)
  6. addo (hinzufügen)
  7. contineo (zusammen-, enthalten)
  8. annus (Jahr) / verto (wenden)
  9. crudelis (grausam)
  10. habito (bewohnen)
  11. liber (Buch)
  12. primus (er Erste) / tempus (Zeit)
  13. mors (Tod)
  14. premo (drücken)
  15. quaero (fragen)
  16. utor (gebrauchen)
  17. video (sehen)
  18. voluntas (Wunsch)
  19. possideo (besitzen)
Ü VI.
  1. ad-cedo (herankommen)
  2. ex-fero (heraustragen)
  3. ad-traho (heranziehen)
  4. ad-loquor (ansprechen)
  5. ad-pono (hinstellen)
  6. ad-clamo (zurufen)
  7. ex-fugio (entfliehen)
  8. in-mitto (hineinschicken)
  9. ad-peto (anstreben)
Ü VII.
Dionysius tyrannus, cum crudelissime regnaret, non sine causa semper timebat, ne quis se interficeret. Quod etiam verebatur, ne a tonsore ferro occideretur, filias suas barbam tondere docuit. Quae cum adultae essent, ne iis quidem confidebat, sed iis ferrum abstulit imperavitque, ut ab illo tempore candentibus iuglandium putaminibus barbam sibi adurerent. Cum olim, ut erat eius consuetudo, pila ludere vellet vestemque deponeret, adulescenti, quem amabat, gladium tradidit. Cum quidam ex eius comitibus iocans dixisset risissetque adulescens,
utrumque iussit interfici. Alterum capitis damnavit, quia viam tyranni occidendi demonstravisset, alterum, quia ea verba ridendo adprobavisset.
Weil der Tyrann Dionysios sehr grausam herrschte, fürchtete er nicht ohne Grund, dass ihn irgendjemand töte. Weil er auch fürchtete, dass er vom Frisör mit dem Messer getötet werde, lehrte er seine Töchter den Bart zu schneiden. Als diese erwachsen waren, vertraute er nicht einmal ihnen, sondern nahm ihnen das Messer weg und befahl, dass sie ihm von jener Zeit an den Bart mit glühenden Nussschalen abbrennen.
Als er einst, wie es seine Gewohnheit war, mit dem Ball spielen wollte und seine Kleidung ablegte, übergab er einem jungen Mann, den er liebte, sein Schwert. Als einer von seinen Begleitern im Scherz (scherzend) gesagt hatte, dass er nun diesem jungen Mann sein Leben anvertraut hätte, und der junge Mann gelacht hatte, ließ er beide (jeden von beiden) töten. Den einen verurteilte er zum Tode, weil er einen Weg den Tyrannen zu töten gezeigt hatte, den anderen, weil er diese Worte durch sein Lachen gutgeheißen hatte.
Vokabel:
vacuus, vacua, vacuum leer, frei 39 Adj.
multo (beim Komparativ) viel, um vieles 39 Adv.
minus weniger 39 Adv.
unde woher 39 Fragewort
memoria, memoriae f. Erinnerung 39 Nomen
monumentum, monumenti n. Denkmal 39 Nomen
maiores, maiorum p. Vorfahren 39 Nomen
pietas, pietatis f. Pflichtgefühl, Frömmigkeit 39 Nomen
religio, religionis f. Religion 39 Nomen
voluptas, voluptatis f. Vergnügen, Lust 39 Nomen
sententia, sententiae f. Meinung, Satz 39 Nomen
iudex, iudicis m. Richter 39 Nomen
in memoriam (+ Gen.) zur Erinnerung an 39 Phrase
curro 3, curris, currere, cucurri, cursum laufen 39 Verb 3
affero, affers, afferre, attuli, allatum heranbringen 39 Verb ferre


(Über) berühmte Griechen
Nachdem die Athener einst das Orakel gefragt hatten, wer der klügste Mensch sei, wurde ihnen geantwortet, dass niemand weiser sei als Sokrates. Sobald Sokrates das hörte, brach er sofort auf. um einen klügeren Menschen zu suchen. Er wendete sich an einige Menschen, die sich für klug hielten, um deren Klugheit durch Erörtern zu erforschen. Aber durch seine Kunst des Fragens zeigte er jenen, dass sie, obwohl sie sich für klug hielten, vieles dennoch nicht wissen. So erkannte er: „In dieser Sache bin ich klüger als diese: Ich weiß, dass ich nichts weiß!“
Der Philosoph Diogenes gab sich immer Mühe, nichts Überflüssiges zu besitzen. Er soll das Leben in so großer Bescheidenheit verbracht haben, dass er nicht nur kein Geld und keine Reichtümer, sondern auch kein Haus hatte und in einem Fass wohnte. Denn er war überzeugt, dass nur ein armer Mensch frei und glücklich sei. Sehr bekannt ist diese Geschichte: Einst besuchte Alexander, der große Feldherr, Diogenes, der sich vor sein Fass gesetzt hatte, um die Sonne zu genießen. Nachdem er gegrüßt hatte, forderte er ihn auf, zu sagen, wenn er etwas wünsche. Jener aber soll geantwortet haben: „Geh ein wenig aus der Sonne!“
Archimedes, ein Mathematiker von großer Begabung, soll auf diese Weise gestorben sein: Nachdem römische Soldaten, Syrakus erobert hatten, trugen sie alles, was jeder rauben konnte, weg. Ein /(gewisser) Soldat kam auch zu Archimedes, der sich nach seiner Art (Gewohnheit) in den Garten begeben hatte, um (nach)zudenken. Vertieft in seine Formen, welche er in den Sand geschrieben hatte, missachtete er die Gefahr und rief, als er den Soldaten erblickt hatte: „Störe meine Kreise nicht!“ Der Soldat aber tötete Archimedes, weil er glaubte, dass dieser aus Hochmut (veranlasst) sprach.
Ü I.
  1. Einige Schüler scheinen in die Schule zu kommen um zu schlafen.
  2. Wenn diese Buben nicht durch ihr Lachen den Lehrer vom Lehren abgehalten hätten, hätte uns jener die große Aufgabe nicht gegeben.
  3. Macht ein Ende des Redens! (= Hört auf zu reden!)
  4. Wenn ich doch Zeit zu lernen hätte!
  5. Die Lehrer können die Schüler mehr durch Loben als durch Ermahnen zum Lernen veranlassen.
  6. Habt ihr schon jenes sehr berühmte lateinische Buch über die Kunst des Liebens gelesen?
  7. Einige Männer und Frauen kommen nicht ins Theater um zu schauen, sondern um selbst angeschaut zu werden.
  8. Wie groß ist meine Begierde zu schlafen!
Ü II.
  1. Cleopatra, cum intellegeret sibi occasionem fugiendi non esse, se ipsa necavit.
    Als Kleopatra erkannte, dass sie keine Gelegenheit zu flüchten hatte, tötete sie sich selbst.
  2. Marcus Aurelius a Christianis petivit, ut orando exercitum Romanum periculo magno liberarent.
    Mark Aurel bat die Christen, dass sie durch Beten das römische Heer aus einer großen Gefahr befreiten.
  3. Scimus Caesarem cupidissimum regnandi fuisse.
    Wir wissen, dass Cäsar sehr begierig zu herrschen gewesen ist
Ü III.
  1. die Gelegenheit zu flüchten
  2. die Hoffnung zurückzukehren
  3. dem schlafenden Feind
  4. die gelehrten Männer
  5. die lehrenden Männer
  6. die Begierde zu lehren
  7. der Eifer zu lesen
  8. . dem lesenden Schüler
  9. die lesenden Schüler
  10. des gelesenen Buches/die gelesenen Bücher
  11. durch sorgfältiges Lesen
  12. um zu grüßen
Ü IV.
Claudia fragte einige Freunde, ob sie mit ihr den Geburtstag feiern wollten. Als Quintus das gehört hatte, antwortete er, dass er mit großer Freude zu ihr kommen werde. Dann dachte er: „Sicher wünscht Claudia, dass niemand ohne Geschenk kommt. Was soll ich ihr schenken? Wer könnte das wissen?” Dann erkannte er: „Claudia könnte sich sicher sehr freuen, wenn sie einen Kochtopf bekäme!” So kam Quintus, weil ihm jener Plan der beste zu sein schien, am nächsten Tag mit einem Kochtopf zu Claudia. Diese, die sich über jenes Geschenk keineswegs freute, warf zornig den Kochtopf dem Buben an den Kopf. „ Wenn ich Claudia doch Blumen geschenkt hätte!”, dachte Quintus. „Wenn sie mir die Blumen an den Kopf geworfen hätte, wären die Schmerzen geringer.“
Ü V.
Quondam, cum Diogenes philosophus meridie cum lumine per forum iret, homines ex eo quaesiverunt, cui illud lumen secum portaret, cum sol medio in caelo esset. Ille respondit: „Spero me auxilio illius luminis melius videre posse. Hominem enim quaero, sed solum animalia, non homines, qui hoc nomine digni sunt, conspicio.”
Vir quidam olim in ambulando casu Diogenem conspexit, qui, ut erat eius consuetudo, sibi cenam modicam paravit. Ille, cum ipse vitam sine cenis magnificis beatam non esse arbitraretur, ad Diogenem, quem hominem miserum putabat, haec locutus est: „Si regi verba blanda diceres, te cenam tam modicam edere necesse non esset.» Ille
autem, qui semper dabat operam, ut liber esset, respondit: „Si tu quoque cenam modicam ederes, te regi verba blanda dicere necesse non esset.”
Als der Philosoph Diogenes einst zu Mittag mit einem Licht über das Forum ging, fragten ihn die Menschen, warum er dieses Licht mit sich trage, wenn/obwohl die Sonne mitten am Himmel sei. Jener antwortete: „Ich hoffe, dass ich mit Hilfe jenes Lichtes besser sehen kann. Ich suche nämlich einen Menschen, aber ich erblicke nur Tiere, keine Menschen, die dieses Namens würdig sind.”
Ein gewisser Mann erblickte einst beim Spazieren durch Zufall Diogenes, der, wie es seine Gewohnheit war, sich eine bescheidene Mahlzeit zubereitete. Da er selbst glaubte, dass ein Leben ohne großartige Mahlzeiten nicht glücklich sei, sprach er zu Diogenes, den er für einen armen Menschen hielt, dies: „Wenn du dem König schmeichelnde Worte sagen würdest, wäre es nicht notwendig, dass du ein so bescheidenes Mahl isst.” Aber jener, der sich immer bemühte frei zu sein, antwortete: „Wenn auch du ein bescheidenes Mahl essen würdest, wäre es nicht notwendig, dass du dem König schmeichelnde Worte sagst.”
Vokabel:
tantus, tanta, tantum so groß 38 Adj.
liber, libera, liberum frei 38 Adj.
philosophus, philosophi m. Philosoph 38 Nomen
opera, operae f. Mühe 38 Nomen
pecunia, pecuniae f. Geld 38 Nomen
fabula, fabulae f. Erzählung, Geschichte 38 Nomen
causa (nach Gen.) wegen, um zu 38 Nomen
ingenium, ingenii n. Geist, Talent 38 Nomen
initium, initii n. Anfang 38 Nomen
superbia, superbiae f. Stolz 38 Nomen
habeo te amicum ich halte dich für einen Freund 38 Phrase
ne quis/ne quid dass (damit) niemand/nichts 38 Phrase
si quis/si quid wenn jemand/etwas 38 Phrase
se conferre sich begeben 38 Phrase
quisque, quidque jeder 38 Pron.
disputo 1, disputas, disputare, disputavi, disputatum erörtern, diskutieren 38 Verb 1
exploro 1, exploras, explorare, exploravi, exploratum ausforschen, erforschen 38 Verb 1
saluto 1, salutas, salutare, salutavi, salutatum grüßen, begrüßen 38 Verb 1
habeo 2, habes, habere, habui, habitum haben, besitzen; halten für 38 Verb 2
confero, confers, conferre, contuli, collatum zusammentragen, vergleichen 38 Verb ferrre
operam dare sich bemühen 38 Verb Phrase


(Über) König Krösus
Krösus lud einst Solon, den sehr weisen und sehr gerechten alten Mann ein und führte ihn durch sein königliches Haus. Dann, nachdem er ihm alle Schätze gezeigt hatte, fragte er Solon, wen er für den glücklichsten Menschen halte. Krösus war nämlich überzeugt: „Sicher wird Solon mich wegen meinen Reichtümern für den glücklichsten Menschen halten!“ Jener aber antwortete, dass Krösus ohne Zweifel reich sei und ein großes Reich regiere. „Ob du aber der glücklichste bist“, sagte er, „werde ich nicht sagen können, bevor du gestorben bist. Denn niemand dürfte/könnte/soll vor dem Tod glücklich genannt werden.
Einige Jahre später bereitete Krösus mit höchster Sorgfalt einen Krieg gegen Kyros, den König der Perser, vor. (Fürchtend, dass … =) Weil er fürchtete, von den Feinden besiegt zu werden, beschloss er das Orakel um Rat zu fragen. Weil er aber nicht wusste, welchem Orakel am meisten vertraut werden konnte, schickte er verschiedene Gesandtschaften zu den einzelnen Orakeln. Allen befahl er, zu einer bestimmten Zeit, das Orakel zu fragen, was er selbst zu dieser Zeit mache. Während die übrigen Orakel es nicht wussten, wurde den Gesandten in Delphi gesagt: „Euer König kocht in diesem Moment das Fleisch eines Lamms und einer Schildkröte.“
Krösus, der das tatsächlich, gemacht hatte, schickte nach jener Antwort die Gesandten wiederum nach Delphi, damit sie fragten, ob er die Perser besiegten werde. Es wurde ihm geantwortet, dass er in jenem Krieg ein großes Reich zerstören werde. Der König führte seine Truppen ins Gebiet der Perser, weil er glaubte, dass jenes Reich das Reich des Kyros sein würde, und griff die Feinde an. Ein wenig später, nachdem sein Heer besiegt und viele Soldaten verloren waren, erinnerte er sich und erkannte, dass er nicht das Reich des Kyros, sondern sein (eigenes) Reich zerstört hatte.
Ü I.
  1. Der Lehrer erzählte uns, wie die Griechen im zehnten Jahr Troja besetzt hatten.
  2. Quintus weiß nicht, mit welchem jungen Mann Julia nun über das Forum spaziert.
  3. Die Freunde berichteten mir, welche sehr berühmten Kunstwerke sie in Rom angeschaut hatten.
  4. Ich hoffe, dass ihr alle wisst, in welchem Jahr Rom gegründet worden ist.
  5. Claudia weiß nicht, ob die griechischen Freunde sie im Sommer besuchen werden.
Ü II.
  1. Magister rogat/rogavit, quis pensum non fecerit/fecisset.
    Der Lehrer fragt/fragte, wer die Hausübung nicht gemacht hat/hatte.
  2. Magister rogat/rogavit, cur Quintus non adsit/adesset.
    Der Lehrer fragt/fragte, warum Quintus nicht da ist/war.
  3. Magister discipulos rogat/rogavit, num hunc librum lecturi sint/essent.
    Der Lehrer fragt/fragte die Schüler, ob sie dieses Buch lesen werden.
Ü III.
  1. Die römischen Soldaten, die von den Feinden umzingelt worden waren, fürchteten, dass sie alle getötet werden.
  2. Dädalus forderte seinen Sohn auf, dass er sich nicht der Sonne nähere.
  3. Groß war die Angst der Römer, dass Hannibal auch Rom angreife.
  4. Theseus beschloss mit dem Minotaurus zu kämpfen, damit nicht mehr Kinder von jenem getötet werden.
  5. Habt ihr schon von den Taten des Spartakus gehört?
  6. Nenne niemanden vor dem Tod glücklich!
Ü IV.
  1. Als Orpheus mit süßer Stimme sang, sollen Tiere und Bäume aus den Wäldern gekommen sein, um dessen Lieder zu hören.
  2. Cäsar besetzte in wenigen Jahren, wie wir in dessen Büchern lesen, ganz Gallien.
  3. Als Europa auf die Insel Kreta gekommen war, bemerkte sie, dass sie von Jupiter geraubt worden war.
  4. Als Dionysios mehrere Jahre sehr grausam geherrscht hatte, beschlossen einige Menschen, wie es oft geschieht, ihn zu töten.
Ü V.
  1. vastaret – Bevor die Eltern eine dreitägige Reise machten, ermahnten sie Quintus, dass er nicht wieder das Haus verwüste.
  2. ascendissent – Als die Eltern das Schiff bestiegen hatten, lud Quintus sofort sehr viele Freunde ein.
  3. agerent – So geschah es, dass viele Freunde, die mit lauter Stimme schrieen und Wein tranken, (laut schreiend und Wein trinkend) die nächste Nacht bei Quintus verbrachten.
  4. accidisset – Aber beim ersten Licht kehrten die Eltern zurück und fragten Quintus, was in ihrem Haus geschehen war.
Ü VI.
  1. du fügst hinzu – du gehst hin
  2. die übrigen – die zurückgelassenen
  3. ein gewisser – irgendjemand
  4. einst – einen gewissen
  5. er/sie/es wird gesucht – er/sie/es klagt
  6. das Pferd – der Reiter
  7. fremd – ein anderer
  8. der andere – hoch
Ü VII.
Krösus erinnert sich an Solons Worte
Als seine Truppen von König Kyros besiegt worden waren, zog sich Krösus schnell aus dem Land der Feinde zurück. Aber Kyros führte durch die Hoffnung auf einen Sieg ver-
anlasst ein gewaltiges Heer in dessen Gebiet und griff Krösus an. In dieser Schlacht war Kyros wiederum der Sieger. Krösus aber wurde ergriffen und zum Tod verurteilt. Da erinnerte sich Krösus, als er schon auf dem Scheiterhaufen war, an Solons Worte. Er empfand großen Schmerz, weil er dessen Worte missachtet hatte, und rief mit lauter Stimme Solon an. Als Kyros das hörte, wendete er sich an Krösus und fragte ihn, warum er den Namen jenes sehr weisen Menschen rufe. Dieser antwortete: „Einst, als ich glaubte, dass ich der glücklichste Mensch sei, sagte Solon, dass niemand vor dem Tod glücklich sei. Jetzt, weil ich im Begriff bin auf diese grässliche Weise zu sterben, erkenne ich, dass er die Wahrheit gesagt hat.”
Durch diese Worte bewegt soll Kyros Krösus das Leben geschenkt haben.
Vokabel:
iustus, iusta, iustum gerecht 37 Adj.
singuli, singulae, singula einzelne, je ein 37 Adj.
certus, certa, certum sicher, bestimmt 37 Adj.
ne (nach Verben des Fürchtens) dass 37 Konj.
senex, senis m. Greis 37 Nomen
dubium, dubii n. Zweifel 37 Nomen
diligentia, diligentiae f. Sorgfalt 37 Nomen
legatio, legationis f. Gesandtschaft 37 Nomen
legatus, legati m. Gesandter 37 Nomen
num etwa, ob 37 Partikel
mihi persuasum est ich bin überzeugt 37 Phrase
ob +4 wegen 37 Präp.
memini, meminisse (+Gen.) sich erinnern (an) 37 Verb
confido 3, confidis, confidere, confisus sum vertrauen 37 Verb 1
ignoro 1, ignoras, ignorare, ignoravi, ignoratum nicht wissen, nicht kennen 37 Verb 1
ostendo 3, ostendis, ostendere, ostendi, ostentum zeigen 37 Verb 3
rego 3, regis, regere, rexi, rectum regieren, lenken, leiten 37 Verb 3
aggredior M, aggrederis, aggredi, aggressus sum angreifen 37 Verb Dep
timeo, ne … fürchten, dass … 37 Verb Phrase
memini (Perfekt) ich erinnere mich (Präsens!) 37 Verb Phrase